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Keine Angst vor der Ermahnung

Lesezeit: < 1 Minute Was passiert, wenn Sie bei der Arbeit ermahnt werden und wie aus einer Ermahnung eine Abmahnung wird, lesen Sie hier.

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Keine Angst vor der Ermahnung

Keine Angst vor der Ermahnung

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Die Ermahnung im Arbeitsrecht ist etwas anderes als eine Abmahnung. Die Abmahnung ist die Vorstufe zur Kündigung. Denn aus einer Ermahnung wird dadurch eine Abmahnung, dass der Arbeitgeber zu erkennen gibt, dass im Wiederholungsfall das Arbeitsverhältnis beenden wird.

Deshalb ist die weniger gravierende Ermahnung nur eine Vorstufe zur Abmahnung. Mit einer Ermahnung will der Arbeitgeber einem Mitarbeiter verdeutlichen, dass dieser gegen Pflichten aus dem Arbeitsvertrag verstoßen hat. Das ist bei einer Abmahnung genauso der Fall. Bei einer Abmahnung kommt allerdings hinzu, dass der Arbeitgeber ankündigt, im Wiederholungsfall das Arbeitsverhältnis zu kündigen. Die Ermahnung ist also „nicht so schlimm“.

Bei der Ermahnung fehlt der Satz: „Im Wiederholungsfall werden wir das Arbeitsverhältnis kündigen.“

Ermahnungs-Beispiele

Zu einer Ermahnung greifen Arbeitgeber häufig dann, wenn die Intensität des Fehlverhaltens gering ist. Sie wollen das Verhalten gar nicht selber rechtskonform abmahnen. Deshalb werden Ermahnungen ausgesprochen, wenn der Arbeitsplatz nicht aufgeräumt ist, vergessen worden ist, den Bildschirm auszustellen, oder die schmutzige Tasse vom Vortag noch am Arbeitsplatz steht.

Aber auch bei inhaltlichen Problemen, wie kleinen Fehlern beim Arbeitsergebnis oder Arbeitsablauf können Ermahnungen der richtige Schritt sein.

Die Form

Die Kündigung muss schriftlich erfolgen, die Abmahnung sollte es. Für die Ermahnung gibt es keine Schriftformvorschrift. In aller Regel werden Ermahnungen auch mündlich ausgesprochen.

Einen Anspruch auf Entfernung einer Abmahnung aus der Personalakte besteht, wenn diese zu Unrecht erfolgt ist. Das dürfte bei einer bloßen Ermahnung anders aussehen.

Bildnachweis:  fizkes/AdobeStock

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