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Keine Abmahnung, wenn Kollegen sich im Internet outen

Lesezeit: < 1 Minute Eine Störung des Betriebsfriedens müssen Sie nicht hinnehmen und dürfen auf diesen mit einer Abmahnung reagieren. Aber bevor Sie eine Abmahnung aussprechen, sollten Sie den Einzelfall genau prüfen.

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Keine Abmahnung, wenn Kollegen sich im Internet outen

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Sonst geht es Ihnen wie einem Arbeitgeber, dessen Abmahnung das Arbeitsgericht Frankfurt kassiert hatte ( Az. 22 Ca 6126/08).

Folgender Sachverhalt lag der Abmahnung zugrunde
Ein Arbeitnehmer hatte sich abfällig über einen Kollegen geäußert, der sich privat in sadomasotypischer Kleidung im Internet darstellte. Darauf hin mahnte der Arbeitgeber den Kritiker ab, weil dieser sich in das Privatleben des Kollegen in "unentschuldbarer Weise“ eingemischt und dadurch den Betriebsfrieden gefährdet habe.

Der abgemahnte Arbeitnehmer klagte gegen diese Abmahnung und bekam Recht. Die Richter sahen keinen Grund für eine Abmahnung, da der angeblich beleidigte Arbeitnehmer durch seine Darstellung in Internet selbst auf den Schutz seines Persönlichkeitsrechts verzichtet hatte.

Tipp zu Abmahungen
Gerade, wenn Veröffentlichungen im Internet mit im Spiel sind, sollten Sie genau prüfen, ob eine Abmahnung möglich und sinnvoll ist. Denn ein verlorenes Verfahren wegen einer Abmahnung kann dazu führen, dass Ihre Abmahnungen in Zukunft weniger ernst genommen werden.

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