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Jobsuche als Arzt: Erfolgreich zur neuen Stelle

Jobsuche als Arzt: Erfolgreich zur neuen Stelle
geschrieben von Burkhard Strack

Heutzutage verharren nur noch wenige Menschen ein ganzes Erwerbsleben lang bei ein und demselben Unternehmen. Das betrifft alle Branchen und macht auch vor der Medizin nicht Halt. Für Ärzte, die sich auf höhere Positionen bewerben oder das Umfeld ohne Aufstiegsmöglichkeit wechseln wollen, ergeben sich dabei die gleichen Herausforderungen. Doch nicht nur freie Stellen müssen gefunden werden, auch Arbeitgeber gilt es zu überzeugen. Wie das am besten gelingt.

Die richtigen Kanäle nutzen

Für Ärzte bieten sich grundsätzlich mehrere Wege, um freie Stellen zu finden. Manche von ihnen eignen sich sehr gut, während wiederum andere als eher ineffizient gelten. Am wenigsten ertragreich verläuft die Suche für gewöhnlich auf Klinikwebseiten und in Printmedien. Das liegt daran, dass die Menge der dort verfügbaren Vakanzen meist recht gering ausfällt. Folglich müssen Mediziner länger Ausschau halten, um genau die Annoncen zu finden, die zu ihnen passen.

Vorteilhafter gestaltet sich die Anzahl der Stellenangebote für Ärzte hingegen im Internet. Das liegt daran, dass auch Kliniken heute immer digitaler arbeiten und bei ihren Ausschreibungen auf Effizienz setzen. Mit einer klug platzierten Anzeige im World Wide Web erreichen sie viele hundert oder gar tausend potenzielle Kandidaten und sparen im Vergleich zu Printmedien Zeit sowie Geld. Wer nach einem Job sucht, ist mit Portalen im Web daher gut beraten.

Doch auch hier gibt es Unterschiede: Ärzte sollten sich auf jene Jobportale konzentrieren, die sich speziell an ihre Berufsgruppe richten. Das erleichtert die Suche, da nicht mehr aufwändig gefiltert und gescrollt werden muss, bis sich attraktive Offerten zeigen.

Letztlich kann es sich ebenfalls lohnen, Freunde zu bitten, Augen und Ohren offenzuhalten. Häufig kennen sich Ärzte untereinander gut, sodass sich manche nicht ausgeschriebene Stelle offenbart. Auf diese Weise können sich Mediziner schon frühzeitig bewerben und die Konkurrenzsituation entschärfen.

Eine Bewerbung einsenden

Ist ein Stellenangebot gefunden, das den persönlichen Anforderungen entspricht, haben Suchende bereits einen wichtigen Schritt getan. Nun gilt es, die Ausschreibung genau zu studieren und zu überlegen, ob das eigene Können zu den Wünschen des Unternehmens passt. Das wird deutlich, wenn Mediziner zwischen sogenannten Muss- und Kann-Anforderungen unterscheiden, über die Karrierebibel in diesem Beitrag genauer berichtet. So sind Muss-Anforderungen obligatorisch. Wer sie nicht erfüllen kann, sollte sich nach etwas anderem umsehen.

Beim Schreiben der Bewerbung kommt es darauf an, was der individuelle Arbeitgeber wünscht. Heute wird die Papierform immer unbeliebter, schließlich verbraucht sie nicht nur Ressourcen, sondern kostet bei der Durchsicht auch mehr Zeit. Nur wenige Kliniken mögen es, wenn sich auf den Schreibtischen ihrer Personalabteilungen hohe Stapel voller Mappen auftürmen. Wird in der Ausschreibung eine digitale Bewerbung verlangt, sollte das entsprechend berücksichtigt werden.

Tipp: Digitale Bewerbungen werden im besten Fall als PDF-Dokument verschickt. Textdateien eignen sich denkbar schlecht, da diese im Hinblick auf Format und Darstellung einige Schwächen aufweisen.

Der Inhalt der Bewerbung fällt stets ähnlich aus. Nicht fehlen dürfen

  • der Lebenslauf,
  • das Anschreiben,
  • Belege für Zusatzqualifikationen
  • sowie vorhandene Arbeitszeugnisse oder Empfehlungsschreiben.

Bei der Gestaltung hilft es, sich die Muss-Anforderungen aus der Stellenanzeige vorzunehmen und alle Aspekte in Lebenslauf und Anschreiben aufzugreifen. So sieht der Arbeitgeber schnell, dass es sich um einen qualifizierten Aspiranten handelt, der sich darüber hinaus eingehend mit dem Angebot befasst hat.

Das Bewerbungsgespräch: Professionalität geht vor

Konnte die persönliche Bewerbung den verantwortlichen Personaler überzeugen, folgt in aller Regel eine Einladung zum Vorstellungsgespräch. Manchmal ist es jedoch möglich, dass Kliniken zunächst ein Telefoninterview führen, denn hierdurch lässt sich viel Zeit sparen. Im Anschluss erfolgt eine weitere Sortierung der Anwärter, woraufhin ein persönliches Kennenlernen vereinbart wird.

Beim Vor-Ort-Gespräch ist es entscheidend, einen guten Eindruck zu hinterlassen. Niemals verzichten sollten Mediziner auf

  • Pünktlichkeit,
  • ein gepflegtes Auftreten,
  • mitgebrachte Unterlagen
  • und höfliche Umgangsformen.

Ebenso wichtig ist es, sich vorab genau mit der jeweiligen Klinik oder dem Versorgungszentrum zu beschäftigen. Arbeitgeber wissen es zu schätzen, wenn ein Kandidat bereits gut informiert ist und sich mit der Philosophie und den Besonderheiten seiner künftigen Wirkungsstätte auskennt. Im Hinblick auf die fachliche Kompetenz werden sicherlich weitere Fragen gestellt werden. Diese beantworten Ärzte mit entsprechender Qualifikation allerdings problemlos.

Ein letzter entscheidender Punkt ist die eigene Gehaltsvorstellung. Ob im Vorstellungsgespräch über Geld gesprochen wird, sollten sich Mediziner vorab fragen, um nicht ins Fettnäpfchen zu treten. Oft hilft es, dem Gegenüber eine freundliche Frage hinsichtlich der Klärung weiterer Modalitäten zu stellen. Dann wird schnell deutlich, ob Zahlen erst eine Rolle spielen, wenn der Bewerber angenommen wurde. Geltende Tarife und Durchschnittsgehälter liefern bereits gute Hinweise darauf, was in finanzieller Hinsicht zu erwarten ist.

Bildnachweis: michaeljung / stock.adobe.com

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Burkhard Strack

Burkhard Strack ist Fachjournalist (DFJV-Mitglied) in den Ressorts Gesundheit, Finanzen und Marketing.