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Jahresabschluss nicht vollständig: Gewinnausschüttung muss zurückgezahlt werden

Unabhängig von der Größe Ihres Unternehmens müssen Sie als Geschäftsführer einen vollständigen Jahresabschluss aufstellen. Neben der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung gehört dazu auch der Anhang.

Jahresabschluss nicht vollständig: Gewinnausschüttung muss zurückgezahlt werden

Verstoßen Sie gegen diesen Grundsatz, kann das für Sie teuer werden. Das zeigt ein Urteil des Oberlandesgerichts Stuttgart. Die Gesellschafter einer GmbH hatten sich mit dem Jahresabschluss als Basis jeweils rund 13.400 Euro aus dem Gewinn ausbezahlt.

Als die GmbH insolvent wurde, forderte der Insolvenzverwalter das Geld von den Gesellschaftern zurück. Seine Begründung: der Jahresabschluss, auf dem die Auszahlung beruhte war nichtig, weil der Anhang fehlte. Gemäß § 264 GmbHG ist er zwingend vorgeschrieben.
 
Auch wenn Sie als Geschäftsführer einer kleinen GmbH (bis 3,438 Mio Euro Bilanzsumme) nicht dazu verpflichtet sind – lassen Sie Ihren Jahresabschluss freiwillig prüfen. So vermeiden Sie spätere Haftungsansprüche. Der Abschlussprüfer muss in diesem Fall kein Wirtschaftsprüfer sein. Auch Ihr Steuerberater oder Rechtsanwalt kann Ihren Jahresabschluss prüfen.

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