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Intelligenz und Sozialisation

Lesezeit: 2 Minuten Einige Thesen von Thilo Sarrazin haben eine breite öffentliche Diskussion erzeugt. Für Personalmanager und Personalentwickler sind die Zusammenhänge wichtig, die zwischen Intelligenz und der Sozialisation bestehen könnten.

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Intelligenz und Sozialisation

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Wie bedeutsam ist das Konstrukt Intelligenz für die weitere gesellschaftliche Entwicklung? Diese Frage stellen sich viele Bürger. Meine erste Antwort lautet: relativ bedeutungslos, wenn… 

…man die Intelligenz lediglich als ein Konstrukt aus der Persönlichkeitspsychologie betrachtet.

Was ist Intelligenz?
"Intelligenz ist das, was ein Intelligenztest misst". Diese plakative Aussage gilt auch noch heute, nachdem mehr als 100 Jahre Intelligenzforschung zu verzeichnen sind. Trotz vieler Entwicklungen stellen auch heute noch die Intelligenztests zum überwiegenden Teil auf die Rationalität des Menschen ab.

Analytische Zusammenhänge, Analogien, geometrische Vorstellungekraft sind dominante Faktoren bei der Ermittlung der Intelligenzwerte. Nach wie vor ist die Wissenschaft bestrebt, standardisierte Testverfahren zu verwenden, die einen Vergleich  ermöglichen.

So darf jemand mit einem IQ von 102 behaupten, dass er sich im guten Durchschnitt der Probanden bewegt. Jemand mit mehr als 130 gilt als besonders intelligent und es wird ihm ein "Geniemythos " zugeschrieben.

Ohne Sozailisation ist Intelligenz nichts, aber auch mit wenig Intelligenz bedeutet Sozialisation viel !
Die gesellschaftlich entscheidende Frage ist: Wie kann Leistungsfähigkeit dauerhaft sichergestellt werden? Dabei darf man durchaus davon ausgehen, dass Intelligenz nicht allein erbgenetisch bedingt ist, sondern von Umweltbedingungen abhängig ist.

Wenn man also bedenkt, dass strukturierte Verbesserungen der Umweltbedingungen im gesamten Sozailisationsprozess von Tageskrippe bis zum Prozess des Alterns einen erheblichen Einfluss auf die Leistungsfähigkeit und somit auch auf die Entwicklung der individuellen Intelligenz haben wird, lässt sich auch ein kausaler Zusammenhang von der kollektiven Weitergabe niedriger Intelligenz an spätere Kohorten  nicht beweisen.

Gerade weil die Intelligenzforschung und die Sozialisationsforschung um die Zusammenhänge problematischer Riskofaktoren wie niedriger Bildungsstand, Drogenkonsum der Eltern etc. bei der Intelligenzminderung wissen, ist  die Bedeutung einer Förderpolitik besonders wichtig, um diese Negativbedingungen  nicht schichtspezifisch zu manfestieren und eine Aufstiegsmobilität zu ermöglichen.

Ich denke, dass die Bundesrepublik Deutschland auch gut damit gefahren ist, dass kompensatorische Bildungspolitik und Pädagogik einen zentralen Wert haben.

Personalmanagement und Leistungsfähigkeit
Das Personalmanagement und die Personalentwicklung wissen seit einigen Jahrzehnten, dass der IQ nicht überzubewerten ist. Das haben die intensiven Diskussionen der Fachleute zu Themen wie Führung und Intelligenz, emotionaler Intelligenz und zur Bedeutung des Erfahrungswissens gezeigt.

Für mich ist ein wesentlicher gemeinsamer Ansatzpunkt: Besser als bisher in den Sozialisationsagenturen Familie, Schule und Betrieb zu einem gemeinsamen pädagogischen Konzept zu kommen, eine Leistungsbalance zwischen Fördern und Fordern aufzubauen, damit sich die Lebensaussichten formal Benachteiligter erhöhen, um auch einen gesellschaftlichen Fortschritt in der Gesamtgesellschaft sicher zu stellen.         .       

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