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Integration in Deutschland seit Gründung der Bundesrepublik

Nach den letzten Äußerungen von CSU-Chef Seehofer ist die Diskussion um die Integration neu entbrannt. Die einen fordern eine kontrollierte Zuwanderung aus arbeitsmarktpolitischen Gründen, die anderen fürchten eine Islamisierung der Bundesrepublik. Doch was geschah wirklich in den letzten 60 Jahren?

Integration in Deutschland seit Gründung der Bundesrepublik

Die Äußerung von CSU-Chef Seehofer zur Integration ist angesichts realer Zahlen der Ausländerstatistik nur schwer nachvollziehbar. Tatsächlich haben seit 2008 mehr Menschen Deutschland verlassen, als dass sie eingewandert sind. Allein im vergangenen Jahr wanderten rund 15.000 Türken mehr aus als ein. Erfahren Sie mehr über die Geschichte:

Die Integration als Bestandteil des Grundgesetzes
1949: Das Recht auf Asyl wird vor dem Hintergrund der Nazidiktatur als einklagbares Grundrecht im neuen Grundgesetz aufgenommen.

1960: Rund 280.000 ausländische Mitbürger arbeiten in Deutschland. Neue Arbeiter in Spanien und Griechenland werden angeworben.

1961: Der Mauerbau verhindert einen weiteren Zustrom von Menschen aus den Ostgebieten. Neuverträge zur Integration werden mit der Türkei geschlossen.

1964: Der millionste der Mitarbeiter, ein Portugiese, erhält als Begrüßungsgeschenk ein Moped.

1966: Auch die DDR holt sich eine halbe Million Arbeitskräfte aus anderen Ländern.

Die Integration seit 1971

1971: Die Bundesregierung lockert die Aufenthaltsbedingungen und fördert die Integration. Zunehmend verzichten Menschen auf die Rückkehr in ihr Heimatland und holen ihre Familien nach.

1973: Der deutsche Arbeitsmarkt ist mit 2,5 Millionen Gastarbeitern gesättigt. Als Folge der Ölkrise wird die Anwerbepolitik gestoppt.

1983: Das Rückkehrförderungsgesetz tritt in Kraft. Der finanzielle Anreiz, der Migranten für die Rückkehr in ihr Heimatland geboten wird, zeigt nicht den erwünschten Erfolg.

1990: Nach dem Mauerfall strömen deutschstämmige Spätaussiedler aus den ehemaligen Ostblockstaaten auf den Arbeitsmarkt. 

Die Integration und Fremdenfeindlichkeit

1993: Menschen sterben in Solingen, Hoyerswerda und Rostock bei fremdenfeindlichen Anschlägen.

2001: Der Anschlag auf das World Trade Center überschattet die Integrationspolitik mit neuen Sicherheitsgedanken.

2005: Das neue Zuwanderungsgesetz regelt das Ausländerrecht neu und formuliert Pflichten und Angebote für Migranten.

2006: Einbürgerungstests in Baden-Württemberg und Hessen und erste Islamkonferenz werden eingeführt.

2010: 11 von 23 Spielern der deutschen Fußballnationalelf haben bei der WM einen Migrationshintergrund.

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