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Informationsaustausch zwischen Arbeitgebern kann zu Schadenersatz führen

Lesezeit: < 1 Minute Vor Neueinstellungen kann es nahe liegen, sicherheitshalber Erkundigungen beim früheren Chef einzuholen. Laut Bundesarbeitsgericht dürfen Auskünfte auch gegen den Willen von Ex-Arbeitnehmern erteilt werden. Das letzte Urteil dieser Art stammt jedoch aus dem Jahr 1984. Anders jetzt das Arbeitsgericht Stuttgart:

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Informationsaustausch zwischen Arbeitgebern kann zu Schadenersatz führen

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Es hält diese Rechtsprechung für nicht mehr zeitgemäß. Den Vorrang habe das Persönlichkeitsrecht. Im Unterschied zur Erteilung von Arbeitszeugnissen seien derartige Auskünfte gesetzlich nicht geregelt. Informationen über einen Bewerber dürften nicht unkontrolliert ausgetauscht werden. Die Konsequenz: Der hier anfragende Chef muss Auskunft darüber geben, bei wem er angefragt hat (Az. 28 Ca 8988/00). 
  • Diese Falle umgehen Sie, wenn Sie von Bewerbern deren Zustimmung für Rückfragen einholen. Lassen Sie sich dann aber stets schriftlich bestätigen, dass Sie beim früheren Chef nachfragen dürfen. Beantworten Sie Anfragen anderer Chefs nur bei erteilter Zustimmung.
  • Halten Sie sich bei solchen Anfragen unbedingt an die Aussagen, die auch im Arbeitszeugnis stehen. Bei einer Trennung "auf eigenen Wunsch" dürfen Sie andere Trennungsgründe keinesfalls offenbaren. Positive Auskünfte dürfen Sie nicht zu Unrecht verweigern. Beides kann zu Schadenersatzpflicht führen. Die ein früherer Mitarbeiter ebenso geltend machen kann wie ein falsch informierter Arbeitgeber.

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