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In diesen Fällen zahlen Sie die Vergütung fort

Lesezeit: 2 Minuten Was für jeden sozialversicherungspflichtigen Mitarbeiter gilt, das gilt auch für Azubis: Die Vergütung muss in bestimmten Fällen fortgezahlt werden. Bei Auszubildenden geht dies sogar noch ein Stück weiter, denn die Vergütung muss beispielsweise auch dann gezahlt werden, wenn sich der Azubi in der Berufsschule befindet oder eine Prüfung absolviert.

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In diesen Fällen zahlen Sie die Vergütung fort

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Der klassische Fall der Entgeltfortzahlung greift zunächst einmal, wenn der Azubi erkrankt. Auch dann gilt: In den ersten 6 Wochen der Krankheit müssen Sie die Vergütung weiter bezahlen. Erst ab der 7. Woche (derselben Erkrankung) übernimmt die Krankenkasse mit dem Krankengeld.

Es ist allerdings zu beachten, dass die 6 Wochen nicht erneut anfangen zu laufen, wenn der Azubi nach einer Erkrankung für kurze Zeit im Betrieb erscheint und anschließend (mit derselben Erkrankung) wieder fehlt. Da es sich nämlich um dieselbe Erkrankung handelt, wird dies als Einheit gesehen und entlastet damit den Arbeitgeber bzw. Ausbildungsbetrieb.

Es gibt allerdings Ausnahmen, bei denen die Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall nicht gilt. Liegt nämlich ein Selbstverschulden vor, dann müssen Sie die Vergütung nicht weiterzahlen. Das gilt beispielsweise, wenn sich der Azubi selbst verletzt oder verstümmelt. Oder wenn er vollkommen verantwortungslos unter Missachtung gängiger Regeln einen Sport betreibt. Klettert er beispielsweise gerne, verzichtet aber auf Sicherungsmaßnahmen und stürzt ab, dann ist er selbst in der Verantwortung und ihm sind die Folgen anzukreiden.

Neben erheblichen Verletzungen kommt dann noch hinzu, dass seine Vergütung nicht weiter gezahlt wird. Darüber hinaus ist vorstellbar, dass sich ein Azubi ohne Not in eine Rauferei einmischt oder diese sogar selbst initiiert. Auch dann sind Sie als Ausbildungsbetrieb von der Entgeltfortzahlung entlastet. Hat er sich allerdings eingemischt, um eine 3. Person zu schützen, dann gilt das selbstverständlich nicht.

Es sind weitere Fälle der Entgeltfortzahlung während der Ausbildung denkbar

Selbstverständlich gilt die Entgeltfortzahlung auch für die Vergütung an Feiertagen. Der Azubi hat dann ein Recht das Geld, das er erhalten hätte, wenn der betreffende Tag kein Feiertag wäre. Fällt die Ausbildung aus einem Grund aus, den der Azubi nicht selbst zu verantworten hat, dann zahlen Sie ebenfalls die Vergütung fort. Das gilt beispielsweise im Falle eines Streiks oder aufgrund der Erkrankung der Ausbilder. Voraussetzung für die Vergütungsfortzahlung ist dann, dass sich der Azubi für die Ausbildung bereithält.

Letztendlich zahlen Sie die Vergütung auch dann weiter, wenn der Azubi die Berufsschule besucht. Das gilt sowohl für den begleitenden Berufsschulunterricht (in der Regel zweimal in der Woche) als auch für den Blockunterricht. Auch wenn der Azubi in dieser Zeit für Sie nicht produktiv tätig ist (worauf es in der Ausbildung ohnehin kaum ankommt), zahlen Sie die Vergütung weiter.

Dies gilt auch für Spezialveranstaltungen, die von der Berufsschule durchgeführt werden. Steht eine Exkursion über einen oder mehrere Tage an, die mit der Ausbildung in Zusammenhang stehen, dann stellen Sie den Azubi frei und zahlen die Vergütung weiter. Gleiches gilt auch, wenn der Auszubildende an einer Prüfung im Rahmen der Berufsausbildung teilnimmt.

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