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Immer wieder die verflixten Zahlen…

Lesezeit: 2 Minuten Ich kann´s nicht lassen, Sie immer wieder davor zu warnen, lax mit Zahlen umzugehen: Die sind abstrakt und schwer verständlich. Wenn dann noch der Versuch fehl schlägt, sie verständlicher zu machen, wird´s grauslig: Ihre Botschaft verschwindet im Nichts … Deshalb: Vorsicht achten!

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Immer wieder die verflixten Zahlen…

Immer wieder die verflixten Zahlen…

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Hat sich der Wert vervielfacht?

Aus einem TV-Bericht habe ich aufgenommen, dass sich etwas „vervielfacht“ hat, nämlich von 260 auf 483 angewachsen ist, was auch immer, korrekt. Wieso die zweite Zahl allerdings die vervielfachte erste sein soll, hat sich mir nicht erschlossen?! Das Verhältnis liegt bei exakt 1,86 – und damit unter 2,0. Ab da wäre ich bereit, von „Vervielfachen“ zu sprechen. Hmm, möge Journalistin warten, ob´s noch 520 (oder mehr) werden?

Oha – 17.000 qm Fläche Regenwald aufgeholzt?

Von einem Klienten zum Thema „Texten“ erfuhr ich kürzlich, dass sein Unternehmen im Zug von Corporate Social Responsibility lfd. ins Aufforsten kolumbianischen Regenwaldes investiert. Das fand ich löblich, die Kunden tun dies auch – obwohl: 47.000 qm zusätzlich (= bisheriges Sponsoring verdoppelt) klingt nach viel. Doch wieviel?? Ich schlug ihm vor, mal zu recherchieren, ob das vielleicht gar schon der Fläche des Saarlands entspricht (kleinstes Flächenland), das gerne als visualisierter Vergleichswert heran gezogen wird. Ich hab´s jedenfalls mal gemacht: Knapp sieben Fußballfeldern entspricht das. Wenn wir jetzt hochrechnen, dass offenbar in 10 Jahren rund 235.000 qm bepflanzt wurden, sollten inkl. dem lfd. Jahr gut 280.000 qm zusammen gekommen sein: Jetzt sind wir schon bei 40 Fußballfeldern! (Das Saarland hat übrigens 2.569.690 qm – da ist noch a bissal hin … Wobei, gerade mal das Zwölffache …)

Wie langen gelten Durchschnittswerte?

Vielleicht schauen auch Sie Fußball? (Wenn Sie mögen, merken Sie sich: gut 7.000 qm hat so ein Feld …) Dann haben Sie kürzlich erfahren, dass beim Confed-Cup das deutsche Team jenes mit dem jüngsten Durchschnittsalter war. (Korrekt eigentlich: dem niedrigsten.) Das stellte sich im wichtigen Spiel gegen Chile (Ergebnis: 1:1, uff …) dann so dar: Chile 30,5, Deutschland 24,6 Jahre im Schnitt – immerhin ein Unterschied von vollen 6 Jahren! Das reichte zwar kaum soweit, wie der Kommentar einer Mitschauerin vermutet hatte, „die könnten ja die Väter von den Deutschen sein …“, aber immerhin ¼ älter (von unten gerechnet, oder von oben: 1/5 jünger). Jetzt wird´s heikel: Im Laufe der zweiten Halbzeit wurden mehrere Chilenen ausgewechselt, erfreulicher Weise ohne negative Folgen für das „Junge Deutschland“ – alle älter als 30, einer sogar volle 36 Jahre „alt“!! Jetzt geht´s los: Durfte ich vom Reporter erwarten, dass er mithilfe seines Taschenrechners (im Handy) den neuen Wert ausrechnete, der wahrscheinlich nun über den 30,5 vom Start lag? (Abhängig allerdings vom Alter der nun sich ausruhenden Spieler.) Kam nicht. Obwohl die Sender doch mit Statistiken um sich werfen …

Fazit – Ihr Learning:

Prüfen Sie Texte besonders sorgsam, die Zahlen beinhalten – ääh, das dürften viele sein, die meisten wahrscheinlich. Vor allem in Broschüren und Prospekten, auf Ihrer Homepage und in den Sozialen Medien – in Ihrem Geschäftsbericht und daraus resultierenden Medien-Infos. Es lohnt sich!

Bildnachweis: imaginando / stock.adobe.com

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