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Hausfrauen als Teilzeitkräfte – Wie Sie alle Vorteile aus Hausfrauenbeschäftigungen nutzen

Lesezeit: 2 Minuten Wenn Sie Hausfrauen beschäftigen, hat das häufig Vorteile für beide Seiten. Es gibt in Bezug auf die Sozialversicherungsfreiheit keine Probleme. Sie zahlen nur die Pauschalbeiträge zur Sozialversicherung. Hausfrauen haben meist keine weiteren Einkünfte im Sinne des Lohnsteuerrechts.

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Hausfrauen als Teilzeitkräfte – Wie Sie alle Vorteile aus Hausfrauenbeschäftigungen nutzen

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Das heißt: Liegen keine Einkünfte vor, ist es am sinnvollsten, über Lohnsteuerkarte abzurechnen, weil dann keine Lohnsteuer anfällt (Ausnahme bei Lohnsteuerklasse V möglich). Ohne Lohnsteuerkarte fällt Pauschalsteuer (2%) an. Für die Pauschalversteuerung ist unerheblich, ob weitere Einkünfte wie z.B. Mieten vorliegen. Allerdings müssen Sie dabei beachten, dass Sie die Pauschalsteuer von 2% nur dann entrichten können, wenn Sie für die Mitarbeiterin Pauschalbeiträge zur Rentenversicherung zahlen!

Das gilt für die Krankenkasse
Den Pauschalbeitrag zur Krankenversicherung zahlen Sie dann, wenn die geringfügig Beschäftigte in der gesetzlichen Krankenversicherung versichert ist (z.B. Familienversicherung) und in der geringfügig entlohnten Beschäftigung krankenversicherungsfrei ist. Tipp: Pauschalbeiträge zur Krankenkasse entfallen, wenn die Frau privat krankenversichert ist. Endet z.B. die Familienversicherung, weil der Stammversicherte (Ehemann) aus der Versicherung ausscheidet, entfällt für Sie die Zahlung des Pauschalbeitrags!

Das gilt für Rentenansprüche
Durch die pauschalen Zahlungen zur Rentenversicherung werden die Leistungsansprüche Ihrer Aushilfe erhöht. Dies können Sie als gutes Argument verwenden, wenn eine von Ihnen "umworbene" Hausfrau noch nicht sicher ist, ob sie den Job bei Ihnen annehmen möchte.
Achtung: Wenn Sie eine geringfügig beschäftigte Hausfrau einstellen, müssen Sie diese über die Möglichkeit informieren, dass sie auf ihre Versicherungsfreiheit in der Rentenversicherung verzichten kann! Der Verzicht auf die Rentenversicherungsfreiheit muss sie Ihnen gegenüber erklären.
Hat die Hausfrau auf die Versicherungsfreiheit verzichtet, gilt: Verzichtet Ihre Mitarbeiterin bei einem Verdienst von monatlich 400 € auf die Versicherungsfreiheit, zahlt sie selbst einen monatlichen Beitrag von 30 € (7,5% von 400 €). Sie als Arbeitgeber zahlen wie gehabt 12% (= 48 €). Bei Arbeitsentgelten unter 400 € muss Ihre Arbeitgeberin den Arbeitgeberanteil bis zu einem Mindestbeitrag erhöhen. Dieser Mindestbeitrag wird auf der Basis von 155 € berechnet. Er beträgt demnach in 2003 (Rentenversicherungsbeitrag: 19,5%) 30,23 €.

Das gilt für die gesetzliche Unfallversicherung
Wenn Sie eine Hausfrau als Teilzeitkraft beschäftigen, unterliegt sie mit dieser Tätigkeit immer der Versicherungspflicht in der gesetzlichen Unfallversicherung. Sie müssen entsprechend die gezahlten Arbeitsentgelte im Jahreslohnnachweis der Berufsgenossenschaft mit zur Beitragsberechnung melden.

Sonderfall Elternzeit und Erziehungsgeld
Eine Arbeitnehmerin kann auch während der Elternzeit und/oder des Bezugs von Erziehungsgeld eine Arbeit ausüben. Ihre maximale wöchentliche Arbeitszeit beträgt 30 Stunden. Der Bezug von Erziehungsgeld hindert Sie nicht daran, die vorteilhafte Pauschalsteuer von 2% zu wählen. Erziehungsgeld ist nämlich steuerfrei.
Achtung: Stellen Sie Mitarbeiterinnen in Elternzeit ein, die vorher bei einem anderen Arbeitgeber beschäftigt waren, bedarf es dessen Zustimmung. Weisen Sie die Bewerberin darauf hin!

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