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Handy-Fasten – wäre das etwas für Sie?

Lesezeit: 3 Minuten In der Fastenzeit verzichten die einen auf Süßigkeiten oder Fleisch, die anderen fragen sich, ob Sie es wohl schaffen auf ihr Handy zu verzichten. Oder ob sie es durchhalten nichts auf Facebook zu posten oder zu twittern. Wie aber könnte ein Handy-Fasten aussehen, wenn man beruflich auf das Handy angewiesen ist? Und worum geht es eigentlich in der Zeit "ohne"?

3 min Lesezeit
Handy-Fasten – wäre das etwas für Sie?

Handy-Fasten – wäre das etwas für Sie?

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Kennen Sie das? Es ist Fastenzeit und obwohl Sie vielleicht keine religiösen oder gesundheitlichen Gründe haben, würden Sie gerne fasten. Vielleicht sind Ihre Gründe für den freiwilligen Verzicht, sich in Selbstdisziplin zu üben. Vielleicht verzichten Sie – wie im Übrigen die meisten Deutschen – auf Süßes, vielleicht auch auf Alkohol oder auf das Auto. Oder Sie entscheiden sich, für sechs Wochen auf Ihr Handy oder auf Facebook & Co. zu verzichten. Doch wie kann das aussehen? Und geht es „nur“ um das Verzichten oder steckt noch mehr dahinter?

Handy-Fasten – wie kann das im Berufsleben aussehen?

Handy-Fasten heißt einfach nur, dass Sie kein Handy in die Hand nehmen: Mailbox besprechen, ausschalten und ab damit in die Schublade. Wenn Sie „Schoki-Fasten“ machen, werden Sie ja auch keine Pralinenschachtel auf den Wohnzimmertisch stellen.

Wenn Sie das Handy beruflich benötigen, wird ein völliger Handyverzicht nur schwer oder gar nicht möglich sein. Doch da es Ihr Handy-Fasten ist, legen Sie auch die Regeln fest. Die könnten beispielsweise lauten:

„Ich verzichte komplett auf private Handygespräche. Das Handy bekommt eine entsprechende Mailboxansage und wird für sechs Wochen ausgestellt. Mit meinem Diensthandy telefoniere ich nur so weit erforderlich. Ich bemühe mich darum, unvermeidliche Gespräche kurz zu halten und nach Alternativen zum Handy zu suchen.“ Überlegen Sie allerdings vorher gut, ob dieses eingeschränkte Handy-Fasten für Sie dann noch den erhofften Nutzen hat.

Wenn Sie ein einziges Handy für private und berufliche Belange nutzen, wird es allerdings schwieriger, ein sinnvolles Handy-Fasten durchzuführen. Ebenso, wenn Sie beispielsweise wegen Ihrer Kinder erreichbar sein wollen oder mit den Kindern telefonieren müssen. Dann sollten Sie Ihre Regeln sehr eindeutig festlegen, damit der Verzicht nicht zur Absichtserklärung verkommt. Vielleicht ist Handy-Fasten dann auch nicht das Richtige für Sie.

Für sechs Wochen bei Facebook, Google+ und Co. abmelden

Zunehmend verzichten viele Personen während der Fastenzeit freiwillig auf Ihre sozialen Netzwerke im Internet. Damit wollen sie auch ein Stück selbstkritisch auf den eigenen Konsum und das eigene Verhalten im Netz schauen. Denn viele Menschen erkennen, dass sie zunehmend viel Zeit bei Xing, Facebook und anderen Anbietern verbringen. Durch den bewussten Verzicht wollen sich viele für den Umgang und das eigene Verhalten sensibilisieren.

Auch hier gilt wieder: Wenn Sie die sozialen Netzwerke beruflich nutzen, sollten Sie wieder sauber abgrenzen. Facebook beruflich nutzen wäre okay, während Sie privates Facebook-Fasten praktizieren. Prüfen Sie auch hier wieder, ob in diesem Zusammenhang das Fasten wirklich sinnvoll ist.

Jetzt sind Sie dran – „nur“ Verzichten oder ist da noch mehr?

Mit dem ursprünglichen Fasten will man dem Körper Gelegenheit und Unterstützung geben, sich zu reinigen und zu erholen. Dabei werden neben den körperlichen und gesundheitlichen Aspekten immer auch die mentalen Vorteile genannt. Gewohnheiten werden hinterfragt, man erkennt wieder, was wichtig und förderlich ist, wird klarer in seinem Blick auf das Alltagsverhalten. Neue Verhaltensänderungen nehmen oft in dieser Zeit ihren Anfang.

Wie nutzen Sie diesen Aspekt des Fastens für Ihr Handy- oder Facebook-Fasten? Beginnen Sie damit, Ihre eigenen Gründe für das Fasten zu hinterfragen, also: Warum mache ich das jetzt eigentlich? Will ich mich aufspielen oder Anerkennung bekommen? Mache ich mit, weil es „in“ ist oder weil alle meine Freunde/Kollegen das gerade machen? Will ich mir oder jemand anderem beweisen, dass ich auch „ohne“ kann?

Betrachten und reflektieren Sie sich selbst bei Ihrem Fasten: Wie gehe ich mit der gewonnenen Zeit um, wenn ich nicht mehr zwei Stunden täglich im Internet chatte? Wie verändert sich meine Sicht auf die Zeit „ohne“? Fehlt mir etwas, habe ich „Entzugsgefühle“? Was gewinne ich? Was verändert sich in meiner Wahrnehmung? Verändert sich meine Kommunikation, wenn ich aufs Handy verzichte und wenn ja, wie? Wie gefällt mir diese Entwicklung?

Also: Fasten ist mehr als verzichten – Fasten ist immer auch ein mentaler Reinigungsprozess.

Gutes Gelingen!

Bildnachweis: kieferpix / stock.adobe.com

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