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Gutes Benehmen in der Schule: Knigge-Seminare bei der IHK

Ungekämmt, mit den Händen in den Hosentaschen, jeder im Betrieb wird geduzt und Jeans, von denen man befürchten muss, sie könnten jeden Moment den Halt am Körper verlieren –so präsentieren sich Jugendliche immer wieder bei Vorstellungsgesprächen und auch später an ihrem Ausbildungsplatz. Doch das wollen viele Akteure nicht mehr länger hinnehmen. Bringen Sie schon in der Schule gutes Benehmen bei.

Die IHK gibt Unterricht in Knigge-Benimmregeln
Eine Umfrage unter 260 Ausbildungsbetrieben in der Region Bonn und dem Rhein-Sieg-Kreis ergab, dass sich 38,2 Prozent der Betriebe bessere Umgangsformen in sprachlicher Kommunikation und im Verhalten ihrer Azubis wünschen. Mangelnde soziale Kompetenzen und fehlende Kommunikationsfähigkeit sind ein echtes Ausbildungshemmnis.

Insbesondere in Regionen, in denen der Touristik- und Dienstleistungssektor besonders stark ist, können Betriebe das nicht hinnehmen. Sie greifen zur Selbsthilfe: "Benimm ist in" heißen deshalb z. B. Kurse, die die IHK anbietet. Auf dem Programm stehen u. a. Formen der Begrüßung, Vorstellung und Verabschiedung, guter Ton – auch und vor allem am Telefon.

Knigge-Benimmregeln bereits in der Schule trainieren
Doch eigentlich sollte es gar nicht so weit kommen. Sorgen Sie als Schulleiter dafür, dass Ihre Schulabsolventen gute Umgangsformen schon an Ihrer Schule gelernt haben:
Initiieren Sie an Ihrer Schule, dass die Lehrer im Rahmen des berufsvorbereitenden Unterrichts den "Benimm-Unterricht" in die jeweiligen Sparten integrieren.

  • Richtig telefonieren kann v. a. im kommunikationstechnischen Unterricht geübt werden.
  • Im Arbeit / Wirtschaft / Technik- oder Arbeitslehre-Unterricht gehört das Verhalten in Betrieben zum Curriculum, bereits vor dem ersten Betriebspraktikum. Ihre Schüler lernen v. a. wie sie Gefährdung vermeiden können, aber auch, wie sie verhindern, bei den Kollegen und Vorgesetzten anzuecken und vor allem, wie sie den Kunden mit dem richtigen Ton begegnen.
  • Schalten Sie Ihren Sozialpädagogen ein, der die Aktivitäten Ihrer Lehrer mit einem Training für Vorstellungsgespräche unterstützt. Hier wird auch über Kleidung, Höflichkeit und Tischsitten gesprochen.
  • Nutzen Sie auch die Erziehungspartnerschaft mit den Eltern: Thematisieren Sie die Bedeutung der sozialen Kompetenzen auch in Elternabenden.

Bedauerlich, dass sich die Abkehr von der allzu strengen Erziehung der "Schwarzen Pädagogik" der 20er Jahre des letzten Jahrhunderts seit Ende der 60er Jahre in das Gegenteil verkehrt hat. Kinder und Jugendliche lernen oftmals im Elternhaus die basalen Regeln des guten Benehmens nicht mehr. Benimm-Unterricht ist daher Pflicht: Gleichen Sie es in der Schule aus, um auch diesen Jugendlichen durch gute Umgangsformen den Übertritt in die Berufsausbildung zu ermöglichen.

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Katharina Schlamp