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Gold kaufen im Internet: Tipps und Hinweise

Lesezeit: 4 Minuten In Krisenzeiten steigt die Bedeutung der Anlage in physisches Gold. Nur gut, dass man heute Gold in Form von Goldbarren oder Goldmünzen bequem über das Internet kaufen kann.

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Gold kaufen im Internet: Tipps und Hinweise

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Der Preis für Gold steigt wieder. Es ist wohl nur noch eine Frage der Zeit, bis sich der Goldpreis wieder seinem letzten Allzeithoch nähert. Und wenn diese Hürde erst einmal genommen ist, scheint es für den Goldpreis kein Halten mehr zu geben.

Warum Gold kaufen?
Gold gehört zu den ganz wenigen Vermögenswerten, die an kein Zahlungsversprechen einer Regierung oder eines Unternehmens gebunden ist. Anders als bei der Rückzahlung einer Anleihe hängt damit der Wert des Goldes nicht von der Kreditwürdigkeit des Emittenten ab.

Im Gegensatz zu Anleihen, Papiergeld, Aktien oder anderen Wertpapieren verfügt Gold aufgrund seiner Beschaffenheit, seiner vergleichsweise geringen Vorkommen und seiner aufwendigen Fördermethoden auch über einen materiellen Wert. Selbst Staatsbankrotte oder Währungsreformen können dem Wert des Goldes nichts anhaben. Solche Entwicklungen begünstigen sogar einen Anstieg des Goldpreises. Besonders in unsicheren Zeiten gilt Gold daher als sicherer Hafen.

Entwicklung des Preises für Gold
Anleger, die in physisches Gold investieren wollen, sollten aber auch an Zeiten denken, in denen die Goldpreise massiv zurückfielen, wie zum Beispiel der Goldbaisse, die von 1980 bis 2001 dauerte und mit einem Kursrutsch von 850 auf 253 USD verbunden war.

Bedingt durch diesen Preisverfall beim Gold wurde während dieser Zeit immer weniger in dessen Entdeckung und Förderung investiert. Mittlerweile hat dieses Versäumnis allerdings dazu geführt, dass das Angebot mit der Nachfrage nicht Schritt hielt, was beim Goldpreis seit 2001 zu starken Kurszuwächsen geführt hat.

Steigende Nachfrage nach Gold
Die wieder angezogene Nachfrage nach Gold hat mehrere Ursachen. So wuchs insbesondere der weltweite physische Goldbedarf zur Produktion Goldmünzen und Goldschmuck.

Vor allem Chinesen und Inder haben sich zu bedeutenden Käufern von physischem Gold entwickelt. So belief sich in den ersten neun Monaten des Jahres 2005 die weltweite Nachfrage der Schmuckindustrie auf 1.413 Tonnen (73% der Gesamtnachfrage nach physischem Gold). Andere Industrien waren für 11% des physischen Bedarfs verantwortlich. Der verbleibende Rest der Nachfrage nach Gold diente Anlagezwecken.

Gold als Inflationsschutz
In den letzten Jahren interessieren sich zunehmend auch Investoren und Spekulanten für Gold. So gelang Gold trotz fehlender Zinserträge ein beeindruckendes Comeback als Krisenwährung.

Da vor allem asiatische Investoren sehr stark in US-Dollar investiert sind, hat das hohe Haushalts- und Handelsbilanzdefizit der USA Sorgen bezüglich der Werthaltigkeit verschiedener Anlagen aufkommen lassen. Um hier einen gewissen Ausgleich zu schaffen, wurde verstärkt in Gold investiert. Gleichzeitig hat man erkannt, dass Gold auch dem Schutz vor Inflation dienen kann.

Trotz des deutlich gestiegenen Interesses an Gold kann man aber noch nicht von einer regelrechten Flucht in Gold sprechen. Viele Anleger sind noch gar nicht oder nur zu einem geringen Anteil in Gold investiert. Sollte sich die Finanzkrise aber weiter verschärfen, könnte sich dieser Anlagebedarf aber erheblich beschleunigen.

Gold und Zertifikate
Bei Zertifikaten handelt es sich um verbriefte Kredite an Emittenten. Der Kurs der Zertifikate hängt dabei an einem Index, bei einem Goldzertifikat am Preis für eine Unze Gold umgerechnet in Euro. Geht die Bank – wie in der letzten Zeit öfter geschehen – pleite, so läuft auch der Besitzer eines Goldzertifikates Gefahr, seinen vermeintlich sicheren Einsatz in Gold vollständig zu verlieren. Goldzertifikaten fehlt damit nicht nur der optische Glanz, sondern auch die Sicherheit, die physisches Gold dem Anleger bietet.

Bei Goldzertifikaten besteht für die Bank auch keine Verpflichtung, das Geld ihrer Anleger in Gold zu investieren – weder am Terminmarkt noch physisch. Damit sorgen Käufer von Goldzertifikaten auch nicht für eine zusätzliche Nachfrage nach Gold.

Andererseits müssen die Besitzer von Goldzertifikaten ihr Gold nicht teuer deponieren und gegen Diebstahl sichern bzw. versichern. Bankschließfächer sind zwar knapp, allerdings häufig auch nicht so teuer, wie man vielleicht vermutet. So kostet ein Schließfach mit einer Versicherungssumme von 20.000EUR etwa 80EUR im Jahr. Wird die Hausratversicherung entsprechend angepasst, lässt sich physisches Gold selbst im heimischen Tresor lagern.

Gold in Form von Barren oder Münzen
Hat man die grundlegende Entscheidung für eine direkte Anlage in Gold getroffen, stellt sich als Nächstes die Frage, ob man das Gold in Form von Barren oder Münzen erwerben möchte:

  • Goldmünzen werden von Regierungen der ganzen Welt herausgegeben. Goldmünzen kann man in verschiedenen Stückelungen und damit zu ganz unterschiedlichen Preisen kaufen. Die bekannteste und älteste Anlagemünze ist der Krugerrand, umgangssprachlich "Krügerrand" gesprochen, mit beidseitig gleich bleibendem Motiv. Der Name dieser Goldmünze setzt sich aus dem abgebildeten burischen General und späteren Präsidenten von Transvaal Paul Kruger (vollständig: Stephanus Johannes Paulus Kruger, 1825-1904) und der südafrikanischen Währung Rand zusammen. Auch wenn man auf dieser Goldmünze keine Währungsangabe findet, handelt es sich beim Krügerrand dennoch um eine Münze und nicht um eine Medaille oder einen Barren. Laut südafrikanischer Verfassung bzw. Notenbankverordnung ist die 22-karat Goldmünze in Südafrika offizielles Zahlungsmittel mit einem täglich variierenden Nennwert. Weitere Anlagemünzen sind zum Beispiel der Wiener Philharmoniker aus Österreich (Goldgehalt von 99,99%) oder der Panda aus China (mit 99,90%). Wie teuer so eine Goldmünze ist, hängt vom aktuellen Marktwert ab. Grundsätzlich gilt aber: Eine Münze ist teurer als Goldbarren, weil hier noch ein Aufschlag dazukommt.
  • Goldbarren gibt es ebenfalls in verschiedenen Stückelungen: Kleine Goldbarren gibt es ab einem Gramm bis 1.000 Gramm. Goldbarren enthalten mindestens 99,5% Feingold.
  • Goldschmuck eignet sich weniger als Anlageobjekt, da hier die Kunstfertigkeit der Bearbeitung mit einkalkuliert werden muss.

Wo kann man Gold kaufen?
Grundsätzlich unterscheidet sich der Kauf von Gold nicht wesentlich von dem Kauf eines Buches – vom Preis einmal abgesehen. Natürlich bekommt man Gold auch nicht in der Bibliothek. Allerdings kann man Goldbarren und Goldmünzen bei Banken und Sparkassen erwerben und – sofern erforderlich – auch wieder verkaufen.

Sehr einfach ist heute auch der Kauf von Gold über das Internet. Insbesondere pro aurum hat sich als Anlaufstelle für Käufe und Verkäufe von Gold etabliert. Anleger können die Preise (Ankauf- und Verkaufspreise) für Goldmünzen und Barren täglich auf der Internetseite einsehen und dann Online das Gold in der gewünschten Form erstehen. Nach Überweisung des Preises für die Goldmünzen oder Goldbarren werden diese dann bequem über spezielle Lieferdienste bis an die Haustür geliefert.

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