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Gold – immer noch eine feste Größe

„Ein Drittel Geld, ein Drittel Gold, ein Drittel Immobilien” - diesem Credo folgten viele Kaufleute zu Beginn des 20. Jahrhunderts bei ihrer Anlagestrategie. Anlageportfolios fallen heute deutlich differenzierter aus. Eines hat sich jedoch nicht geändert: Wer auf ein solides Portfolio setzt, mischt Gold bei. Gold bringt keine Zinsen. Gold ist einfach nur da. Und darin liegt seine Stärke. Seit tausenden von Jahren gilt Gold als der sichere Anlagehafen auch in unsichersten Zeiten. Ronny Wagner, Goldexperte, sagt dazu: „Doch in der Ära von »innovativen Finanzprodukten« und Derivaten – zumal digital gehandelt und oft nicht mal von Finanzprofis verstanden – bedient das höchst analoge Edelmetall auch das Bedürfnis nach etwas Handfestem und Ehrlichem.” Damit dürfte er bei vielen Anlegern und Sparern offene Türen einlaufen.

Gold - immer noch eine feste Größe

Gold – immer noch eine feste Größe

Gold – Rettungsanker in der Inflation

Jahrelang versuchte die Europäische Zentralbank, eine höhere Inflation zu erreichen und die Volkswirtschaften aus der Stagnation zu holen. Seit Dezember ist dies auch gelungen, allerdings in einem Maß, das genauso ungesund für die Wirtschaft ist wie eine Stagnation. 

Gold - immer noch eine feste Größe

Quelle: Statista

Ein Blick auf die Entwicklung des Goldpreises im gleichen Zeitraum gibt Aufschluss darüber, wie beide Zahlen korrelieren.

Entwicklung des Goldpreises in US-Dollar von Dezember 2020 bis 2021:

Gold - immer noch eine feste Größe

Quelle: finanzen.net

Selbst der kurze Rückgang der Inflation im Juni wird durch den damals rückläufigen Goldpreis wiedergegeben.

Mit steigenden Inflationszahlen wird auch der Goldpreis mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit noch weiter steigen. Ronny Wagner weist darauf hin, dass Gold als Portfoliobeimischung nicht als Investment gesehen werden sollte, dessen Verkauf eine Rendite erwirtschaftet. Er betrachtet Gold unter einem anderen Aspekt: “Ich halte Gold für kein Investment, ich halte Gold für eine Versicherung, und zwar eine Versicherung, um sich gegen die Risiken des Kapitalmarktes abzusichern, gegen die Entscheidungswut der Politik und gegen geldpolitische Maßnahmen seitens der Notenbanken.” Inflation stellt in der Regel das Ergebnis politischer und geldpolitischer Maßnahmen dar. Er führt weiter aus, “»Mein Hauptargument für den unbedingten Goldbesitz lautet: ›Gold unterliegt keinem Risiko‹.«

Ronny Wagner – Finanzfachmann mit Hang zur Tradition

Gold - immer noch eine feste Größe

Quelle: Ronny Wagner

Ronny Wagner ist in der Finanzwelt kein Niemand, auch wenn sein Name nicht wie der anderer Börsengurus permanent in den sozialen Medien präsent ist. Bevor er sich ausschließlich auf Edelmetalle, hier insbesondere Gold fokussierte, studierte er Volkswirtschaft, leitete ein Versicherungsmaklerunternehmen und legte bereits im Jahr 2008 einen der ersten ETF-Dachfonds in Deutschland auf. Allerdings gab es für ihn einen Knackpunkt zwischen Versicherungen und ETFs auf der einen Seite und Edelmetalle auf der anderen Seite. Gold ist, wie er sagt, kein Versprechen wie eine Börsenkursentwicklung, sondern ein konkreter Wert.

Wagner steht auf dem Standpunkt, dass finanzielle Bildung Grundstein für einen erfolgreichen Vermögensaufbau ist. Leider sehen das die Bildungspolitiker anders, kein Wunder, dass Anlagebetrüger auch bei Menschen, die im Leben stehen, immer wieder Erfolg haben. Die Bürgerinnen und Bürger werden aus der Schule in das Leben entlassen, ohne auch nur einmal mit den Grundlagen privater Finanzen in Kontakt gewesen zu sein. Diese Überzeugung mündete für Wagner in die Gründung der “Schule des Geldes e. V.”. Sein Bestreben, Verbrauchern abseits der digitalen Spekulationsobjekte das niemals an Substanz verlierende Gold nahezubringen, führte auch zu der Veröffentlichung seines Buches “Vom Goldboom profitieren”, in dem er klar und anschaulich erläutert, wie Gold als Absicherung optimal genutzt wird.

Wie soll ich in Gold investieren?

Es gibt viele Möglichkeiten, in Gold zu investieren. Der Klassiker ist der Kauf von Münzen wie dem südafrikanischen Krügerrand oder von Goldbarren. Gold lässt sich auch in Form von Anteilscheinen an einem Goldbestand erwerben. Die Noble Metal Factory beispielsweise, kurz NMF, bietet auch Sparpläne an, die monatlich mit kleinen Beträgen, schon ab 15 Euro, bespart werden können. Damit können Anlegerinnen und Anleger sicherstellen, über einen längeren Zeitraum hinweg langsam, aber stetig Vermögensaufbau mit einem Substanzwert zu betreiben.

Neben Gold erfreuen sich aber noch weitere Edelmetalle inzwischen wieder steigender Nachfrage bei den Sparern. Klar, dass Silber zu dieser Gruppe zählt, aber auch Platin und Palladium. Silber, die populäre kleine Schwester von Gold, weist einen deutlichen Unterschied zu Gold auf. Während Gold zu 95 Prozent nicht verbraucht wird, sondern immer wieder in den Goldkreislauf zurückkehrt, verhält es sich bei Silber gerade umgekehrt. Lediglich rund fünf Prozent sind Anlagegegenstand, 95 Prozent dagegen werden industriell verarbeitet und teilweise irgendwann entsorgt.

Es spielt keine Rolle, auf welche Weise Anleger in Gold investieren. Wichtig ist, dass sie es vor dem Hintergrund der Absicherung einfach tun. Corona hat gezeigt, dass es, auch wenn es Jahrzehnte funktioniere, nicht möglich ist, das Leben einer Gesellschaft durchzuplanen. Auch ohne militärische Konflikte gibt es genügend Variable, die dazu führen, dass am Ende alles anders kommt als geplant.

Die Pandemie, die im Jahr 2020 begann, hat die gesamte Welt durcheinander gerüttelt. Reisebeschränkungen waren noch die harmlos, Lieferengpässe machen auch im Jahr 2022 vielen Branchen und damit den Verbrauchern zu schaffen. Gold hat die Dotcom-Blase im Jahr 2000 überstanden und wird auch bei Corona der Fels in der ökonomischen Brandung sein. Um Ronny Wagner ein letztes Mal zu zitieren: „Das Edelmetall ist keinesfalls schwankungsunanfällig, aber es erreicht konsequent alle paar Jahre neue Höhen.

Bildnachweis: Gina Sanders / stock.adobe.com

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