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Gilt für Sie und Ihre Mitarbeiter: Kündigungsfristen müssen gleich lang sein

Lesezeit: < 1 Minute Die in einem Arbeitsvertrag festgelegten Kündigungsfristen müssen für Arbeitnehmer und Arbeitgeber gleich lang sein. Bei unterschiedlich langen Kündigungsfristen gilt die längere. Das hat jetzt das Landesarbeitsgericht Hamm klargestellt.

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Gilt für Sie und Ihre Mitarbeiter: Kündigungsfristen müssen gleich lang sein

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Das LAG tat dies unter Hinweis auf die gesetzliche Regelung, wonach für eine Kündigung durch den Arbeitnehmer keine längeren Kündigungsfristen vereinbart werden dürfen als für die Kündigung durch den Arbeitgeber (LAG Hamm, Az: 8 Sa 2051/03).

Im entschiedenen Fall konnte der Mitarbeiter nur mit einer Frist von sechs Wochen zum Ende eines Quartals kündigen. Der Geschäftsführerkollege hatte sich im Arbeitsvertrag eine Kündigungsfrist von sechs Wochen zum Ende eines Monats ausbedungen. Mitte Juni kündigte der Geschäftsführer seiner Mitarbeiterin zu Ende Juli.

Diese wiederum akzeptierte zwar die Kündigung, verlangte aber noch Lohn für die Monate August bis September. Zu Recht, wie das Landesarbeitsgericht Hamm entschied. Weil die ungleichen Kündigungsfristen unwirksam waren, musste die längere der beiden zugrunde gelegt werden. Folge: Das Arbeitsverhältnis konnte erst Ende September beendet werden.

Praxis-Tipp: Es ist ohne weiteres zulässig, die gesetzlichen Kündigungsfristen zu verlängern. Davon wird speziell bei hochqualifizierten Mitarbeitern regelmäßig Gebrauch gemacht. Vor allem die Halbjahresfrist ist weit verbreitet.

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