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Geteilte Gratifikation: Rückzahlung richtet sich nach den Einzelbeträgen

Lesezeit: < 1 Minute Der Fall: Laut Arbeitsvertrag erhielt ein Arbeitnehmer eine Gratifikation in Höhe eines Monatsgehalts, die je zur Hälfte am 30.06. und am 30.11. eines jeden Kalenderjahres fällig war. Die Gratifikation sollte zurückgezahlt werden, wenn der Mitarbeiter bis zum 31.03. des Folgejahres ausschied.

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Geteilte Gratifikation: Rückzahlung richtet sich nach den Einzelbeträgen

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Nachdem der Mitarbeiter zum 31.03.2001 gekündigt hatte, behielt der Arbeitgeber die Zahlungen der Gratifikationen des vergangenen Jahres vom Märzgehalt ein. Der Mitarbeiter meinte, der Arbeitgeber sei hierzu nicht berechtigt, und klagte deshalb.

Die Entscheidung: Der Arbeitgeber musste die einbehaltene Gratifikation vollständig zurückzahlen. Sie können eine im November fällige Gratifikation in Höhe eines Monatsgehalts zwar zurückfordern, wenn der Mitarbeiter bis zum 30.06. des Folgejahres ausscheidet. Bei geringeren Beträgen ist die Rückforderung aber allenfalls dann möglich, wenn der Mitarbeiter vor dem 31.03. des Folgejahres ausscheidet, was hier nicht der Fall war. (BAG, 21.05.2003, 10 AZR 390/02)

Fazit: Ausschlaggebend für Ihre Rückforderungsmöglichkeiten ist die Höhe der Gratifikation zum jeweiligen Fälligkeitstermin. Eine künstliche Zusammenfassung unterschiedlicher Fälligkeiten bringt nichts.

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