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Gestern Kollege, heute Führungskraft: So stellen Sie professionelle Distanz her

Lesezeit: 2 Minuten Befördert zu werden ist ein Grund zur Freude: Ein höherer Status, mehr Geld, mehr Verantwortung. Doch wie damit umgehen, wenn Sie plötzlich der neue Vorgesetzte Ihrer bisherigen Kollegen sind? Chef zu sein bedeutet nicht nur, Sprecher und Vertrauensmann eines Teams zu sein, sondern auch, von diesem Team Leistung zu fordern.

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Gestern Kollege, heute Führungskraft: So stellen Sie professionelle Distanz her

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Machen Sie in einem offenen Gespräch mit den Kollegen Ihre neue Rolle deutlich, und klären Sie die gegenseitigen Erwartungen. Was angesprochen und ausgesprochen ist, kann weniger psychologische Spannungen und Beziehungsstörungen verursachen.
Vermitteln Sie Ihren Kollegen, dass Sie ab sofort von den nächsthöheren Ebenen mit Aufträgen und Erwartungen eingedeckt werden und diesen gegenüber verantwortlich sind. Schildern Sie ihnen diese Anforderungen "von oben" so konkret wie möglich.
Klar, dass sich aus Ihrer "Sandwich-Position" Spannungen ergeben können. Ihre neue Aufgabe bedeutet eben auch, dass der gute Kumpel kräftig durchgreifen muss. Helfen Sie Ihren Kollegen, das zu verstehen, indem Sie – möglichst humorvoll – so etwas sagen wie: "Wenn ich jetzt manchmal den Feldwebel spielen muss, nehmt das nicht persönlich!"
Gestalten Sie den Übergang nicht als einen Bruch, und verändern Sie nicht plötzlich Ihre Verhaltensweisen gegenüber Kollegen, mit denen Sie jahrelang zusammengearbeitet haben. Sie sind ja kein anderer Mensch dadurch geworden, dass Sie jetzt Vorgesetzter sind. Versuchen Sie vorsichtig, etwas Distanz zu den Aufgaben und Menschen zu entwickeln. Begehen Sie nicht den Fehler, so zu tun, als wüssten Sie bereits alles, da Sie ja schon lange in dem Team arbeiten.
Verändern Sie in kleinen Schritten. Wenn es geht, geben Sie mehr Verantwortung an Ihre Mitarbeiter, beteiligen Sie sie mehr an der Vorbereitung von Meetings, nutzen Sie sie als Berater bei wichtigen Entscheidungen.

Achten Sie darauf, dass Sie keinen Mitarbeiter bevorzugen. Vielfach herrscht in den Köpfen Ihrer Mitarbeiter die Vorstellung, dass Sie nun diejenigen der ehemaligen Kollegen besser behandeln werden, mit denen Sie es ehemals besonders gut konnten oder vielleicht sogar befreundet sind. Diesen Phantasien können Sie nur durch konsequentes Handeln begegnen, indem Sie die negativen Erwartungen dieser Mitarbeiter nicht erfüllen und alle gleich behandeln. Das gilt für die Verteilung von reizvollen Aufgaben, ebenso wie für Gehaltserhöhungen, Ernennungen und die Weitergabe von Informationen.

Was Sie auf keinen Fall tun sollten: Sich dauernd dafür entschuldigen, dass Sie jetzt Aufgaben verteilen, kontrollieren und Druck ausüben müssen. Kommt es zu Situationen, in denen Ihre Führungsposition von Kollegen in Frage gestellt wird, oder man es Ihnen gegenüber an Respekt mangeln lässt, rufen Sie den betreffenden Mitarbeitern in Erinnerung, was das Ziel der Arbeit eigentlich ist. Sprechen Sie dabei sachlich und mit nachdrücklichem Ton.

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