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Gespräche führen: So finden Sie aus der Sackgasse

Lesezeit: 2 Minuten Wie kommen Sie aus verfahrenen, sich immer im Kreis drehenden, problemlastigen Gesprächssituationen heraus, bei denen sich abzeichnet, dass keine Lösung in Sicht ist? Durchbrechen Sie den Kreislauf und führen Sie Gespräche aus der Sackgasse.

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Gespräche führen: So finden Sie aus der Sackgasse

Gespräche führen: So finden Sie aus der Sackgasse

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Um aus der Sackgasse zu kommen müssen Sie zunächst erkennen, an welcher Stelle des Gesprächs die Sollbruchstellen sind: an welcher Stelle knickt die zielführende Linie ab und bewegt sich dann im Kreis?

Gespräche führen: Der Weg in die Sackgasse

Ausgegangen wird von einem Gespräch mit problemhaftem Inhalt. Es gibt einen Problemdarsteller und einen Kümmerer.

Der Problemdarsteller fängt an, sein Problem zu schildern. Auf seine ganz spezielle Art. Erste Sollbruchstelle: Wenn Sie schon durch die Darstellung Ihres Gegenübers und dessen Art genervt sind, wird es Ihnen dauerhaft nicht gelingen, sich ausschließlich auf sein eigentliches Problem zu konzentrieren. Machen Sie sich das klar und holen Sie sich immer wieder auf die Sachebene zurück auch wenn das schwer fallen kann.

Oder: Das Problem und dessen Lösung hören sich in Ihren Ohren so banal an, dass Ihr Gegenüber sofort merkt, dass Sie sich ihm überlegen fühlen. Sollten Sie aber nicht. Augenhöhe ist die Grundvoraussetzung für eine ehrliche gemeinsame Problemlösung. Betrachten Sie das Problem also mit den Augen des anderen, nicht mit Ihren.

Achten Sie darauf, wie Sie reagieren

Und jetzt Ihre Reaktion: Vermutlich schauen Sie sofort auf die Ursachen der Probleme und wie man sie hätte vermeiden können. Weil Sie glauben, der andere wüsste das nicht (z.B. Übergewicht durch zu viel Essen, zu wenig Bewegung), meinen Sie auch, der Person durch entsprechende Vorschläge (Diätpläne und Sportprogramm) enorm zu helfen.

Zweite Sollbruchstelle: Sie haben in diesem Fall zwar das Problem in den Mittelpunkt gestellt, dabei aber die Wertschätzung und Anerkennung Ihres Gegenübers aus dem Blick verloren. Bevor ein harter Lösungsvorschlag kommt, wäre ein Portion Verständnis für die Person und ihr Problem extrem heilsam und förderlich gewesen. Ansonsten werden Vorschläge gerne als Anklage oder Vorwürfe empfunden.

Wer dick ist, will nicht hören, dass er zu viel isst, sondern, dass man verstehen kann, wie so etwas passiert, und dass es schwer ist, so etwas zu ändern.

Gespräche führen: Auf Anklage folgt Verteidigung

Auf Anklage folgt Verteidigung: auch wenn das, was Sie gesagt haben, inhaltlich völlig korrekt ist, wird sich Ihr Gegenüber mit Händen und Füßen für sein Problem rechtfertigen wollen, weil Sie das ja nicht für ihn getan haben. Ab hier wird sich das Gespräch im Kreis drehen:

Die Stimmung ist schlecht, die Lösungen werden unkreativ bleiben und auf gegenseitige Abwehr stoßen, bis zu dem Moment, wo zumindest einer der beiden Beteiligten aus dem Kreis ausbricht und an einer anderen Stelle versucht, wieder den Faden aufzunehmen. Beispiel: Wie hat das denn damals geklappt, mit dem Rauchen aufzuhören?

Die besten Gespräche gelingen dadurch, dass sie kreativ geführt werden – fahren Sie also nicht immer im Kreisverkehr! Biegen Sie auch einmal ab!

Bildnachweis: Roman Stetsyk / stock.adobe.com

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