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Gesellschafter verlangen Auskunft: So machen Sie immer alles richtig

Lesezeit: < 1 Minute Als GmbH-Geschäftsführer lassen Sie sich selbstverständlich nicht gern in die Karten sehen - das gilt für die Geschäftspartner genauso wie die anderen Gesellschafter. Während Sie Ihre Geschäftspartner auf Distanz halten und gegebenenfalls ganz gezielt mit Interna füttern können, gilt diese Möglichkeit für andere Gesellschafter Ihrer GmbH nur sehr begrenzt.

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Gesellschafter verlangen Auskunft: So machen Sie immer alles richtig

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Die Gesellschafter haben ein umfassendes Informationsrecht. Dieses Informationsrecht der Gesellschafter teilt sich in zwei Bereiche, das Auskunftsrecht und das Einsichtsrecht:

1. Auskunftsrecht: Es gilt umfassend und erstreckt sich auf alle Angelegenheiten der Gesellschaft.
2. Einsichtsrecht: Es betrifft alle Unterlagen der GmbH (z.B. Bücher und Schriften, Dateien und elektronische Aufzeichnungen) unabhängig davon, wo sie sich befinden.

Das Auskunftsrecht und das Einsichtsrecht für die Gesellschafter stehen gleichwertig nebeneinander und schließen sich nicht gegenseitig aus. Das bedeutet konkret: Ein Gesellschafter kann von Ihnen als Geschäftsführer zunächst Auskunft verlangen. Gibt er sich mit der Antwort nicht zufrieden, kann er auch noch darauf bestehen, sich die betreffenden Unterlagen anzusehen.

Begründung der Gesellschafter ist nicht erforderlich
Die Gesellschafter müssen nicht begründen, warum sie bestimmte Informationen verlangen. Das Informationsrecht der Gesellschafter kann auch weder durch Gesellschafterbeschluss noch durch eine Regelung in der GmbH-Satzung beschränkt oder erschwert werden.

So ist es beispielsweise unzulässig, die Ausübung des Informationsrecht an einen vorherigen Gesellschafterbeschluss oder an die Einhaltung bestimmter Fristen zu binden. Ihre Gesellschafter können über alle Angelegenheiten der GmbH Auskunft verlangen. Es hört sich umfassend an – und ist es auch.

Zu den Angelegenheiten der Gesellschaft gehören zunächst einmal alle Tatsachen, die das Gesellschaftsvermögen oder die Unternehmensführung betreffen und für die Gewinnermittlung und -verwendung wichtig sind:

1. Auskünfte im Zusammenhang mit den Gewinninteressen der Gesellschafter betreffen vor allem die Bilanzierung und deren Details (Abschreibungen, Rückstellungen) sowie Risiken beispielsweise aus Lieferverträgen, Wirtschaften und Krediten.

2. Die Vermögensinteressen der Gesellschafter sind betroffen bei allen Fragen zum Wert ihres Gesellschaftsanteils, also insbesondere zu den stillen Reserven im Anlagevermögen der GmbH und den Beteiligungen, die sie an anderen Gesellschaften hält.

Wichtig für Sie: Weil die Angelegenheiten der Gesellschaft umfassend zu verstehen sind, erstreckt sich das Informationsrecht der Gesellschafter auch auf Einzelmaßnahmen. Dazu zählen Verträge mit Kunden, Lieferanten und sonstigen Dritten, Arbeitsverträge mit den Arbeitnehmern und selbst Maßnahmen gegenüber einzelnen Mitarbeitern.

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