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Geschäftsführung: Krankheit schützt nicht vor Haftung

Lesezeit: < 1 Minute Damit hatte der Geschäftsführer nicht gerechnet, als er den Haftungsbescheid des Finanzamts in Händen hielt. Obwohl er im fraglichen Haftungszeitraum auf Grund einer Erkrankung die Geschäfte nicht geleitet hat und dies seinem Partner überließ, nahm ihn das Finanzamt für nicht gezahlte Steuerbeträge in Haftung.

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Geschäftsführung: Krankheit schützt nicht vor Haftung

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Persönliche Gründe ließ das Gericht nicht gelten
Gegen den Haftungsbescheid legte der Geschäftsführer Einspruch und anschließend Klage ein. Beide Verfahren verlor er. Das Finanzgericht Köln entschied mit Urteil vom 4.9.2003, Az. 3 K 7676/00, dass eine langfristige Krankheit eines von zwei Geschäftsführern das Finanzamt nicht darin hindert, den erkrankten Geschäftsführer in Haftung zu nehmen.

Nach Auffassung der Richter ist eine Krankheit, die Sie langfristig an der Erfüllung Ihrer Pflichten als Geschäftsführer hindert, kein Grund, dass die Finanzverwaltung Sie nicht als Haftungsschuldner in Anspruch nehmen darf. Ihre Verantwortung für die Geschäfte und Ihre steuerlichen Pflichten als Geschäftsführer ergeben sich allein aus Ihrer Bestellung zum Geschäftsführer. Hierbei kommt es nicht darauf an, ob Sie die Geschäfte auch tatsächlich ausüben. Die Richter stellten klar, dass Sie sich nicht darauf berufen können, aus persönlichem Unvermögen, z.B. in Krankheitsfällen, die Geschäfte nicht ausüben zu können.

Folge:
Damit Sie das Haftungsrisiko der persönlichen Inanspruchnahme ausschließen können, müssen Sie so handeln, wie es ein gewissenhafter Geschäftsführer nach Auffassung der Kölner Richter tun würde: Treten Sie bei in der Vergangenheit schon öfter vorgekommenen längeren Krankheitsfällen das Geschäftsführeramt erst gar nicht an oder legen Sie es nieder.

Kommt dies nicht in Betracht, ist auch die Beauftragung Dritter möglich. Die Haftung können Sie aber nur dann ausschließen, wenn kein Auswahl- und Überwachungsverschulden vorliegt. Bevor Sie hier handeln, sollten Sie sich ausführlich von einem Anwalt beraten lassen.

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