Businesstipps Recht

Gerüchte verbreiten ist noch kein Kündigungsgrund

Tratsch und Klatsch gibt es fast überall – auch am Arbeitsplatz. Wer am Arbeitsplatz Gerüchte verbreitet, kann deshalb normalerweise nicht gleich gekündigt werden. Das hat das Arbeitsgericht Frankfurt entschieden (AG Frankfurt 30.04.2003, 9 Ca 7937/02).

Gerüchte verbreiten ist noch kein Kündigungsgrund

Im konkreten Fall hatte ein Arbeitnehmer seinem Betriebsrat von angeblichen sexuellen Übergriffen eines Kollegen in einer anderen Firmenniederlassung berichtet. Der Betriebsrat ging diesen Vorwürfen daraufhin nach. Es stellte sich heraus, dass die Verdächtigungen unzutreffend waren. Als der Arbeitgeber von dem Vorfall hörte, kündigte er dem Mitarbeiter.

Das Gericht entschied, dass dieses Vorgehen nicht angemessen war. Dem Arbeitnehmer sei nicht nachzuweisen gewesen, dass er zum Zeitpunkt seiner Mitteilung an den Betriebsrat von der Unrichtigkeit der Gerüchte gewusst hatte. Die ungeprüfte Weitergabe eines Gerüchtes sowie eine damit verbundene Bitte um Überprüfung könne noch nicht als falsche Anschuldigung gewertet werden.

Reagieren Sie angemessen, wenn Sie mit einem vergleichbaren Fall zu tun haben. Wenn Sie überreagieren, sagen Ihre Mitarbeiter im Zweifel überhaupt nichts mehr. Das ist aber auch nicht in Ihrem Interesse.

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