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Fünf essentielle Eigenschaften und Denkmuster eines Unternehmers

"Sind Sie als Unternehmer geeignet?" lautet eine oft gestellte Frage in der Gründerberatung. Ich finde diese Frage gefährlich, denn sie erweckt den Eindruck, als seien manche Menschen durch eine höhere Macht dazu verdammt, Zeit ihres Lebens Lohnarbeit für jemand anderen zu tun. Ihre eigenen Ideen und Konzepte müssten demnach Träume bleiben, weil es diesen Menschen an einer geheimnisvollen Fähigkeit fehlt.

Fünf essentielle Eigenschaften und Denkmuster eines Unternehmers

Jeder Mensch kann Unternehmer sein
Tatsächlich aber bin ich davon überzeugt, dass jeder Mensch als Unternehmer geeignet ist. Die Grundlage für ein erfolgreiches Unternehmen, ein gelungenes Projekt, die Realisierung einer ganz eigenen Idee beruht auf immer ähnlichen Eigenschaften und Denkmustern.

In einigen Fällen liegen diese unternehmerischen Eigenschaften und Denkmuster vergraben unter einer Schicht von falscher Zurückhaltung, Angst oder Schüchternheit. Manchmal liegen sie aber auch offen, werden nur nicht bewusst wahrgenommen. In jedem Fall aber ist es möglich, sich auf sie zu besinnen und zu lernen, sie wieder gegenwärtig zu machen.

Unternehmer: Unternehmerische Denkmuster ist angeboren
Als Baby kommt man im Grunde mit nichts auf die Welt. Was bleibt dem neugeborenen Menschen da anderes übrig, als unternehmerisch zu handeln? Er trainiert, er scheitert, er findet neue Wege, um bestimmte Ziele zu erreichen, und wenn sie erreicht sind, ruht er sich nicht aus, sondern macht sich auf zu neuen Zielen. Das "Arbeiten für andere" kommt erst viel später, wenn das Kind beginnt, Sprache richtig zu interpretieren und beispielsweise nach den Anweisungen der Eltern zu handeln.

Unternehmer: Unternehmerische Denkmuster werden selten gefördert, sondern oft sogar aberzogen
In der Schule – es ist fast schon eine Binsenweisheit – wird unternehmerisches Denken in den meisten Fällen aberzogen. Wer sich genau das Wissen eintrichtert, das notwendig ist, um Klassenarbeiten und Klausuren zu bestehen, wer alles tut, um das System zu bedienen, wird vermutlich mit Erfolg von der Schule abgehen. Die eigene Initiative wird allenfalls über eine lobende Erwähnung in den sonstigen Bemerkungen auf dem Zeugnis erwähnt, während das eigentlich Relevante die Noten sind.

Man kann niemandem einen Vorwurf daraus machen. Vielleicht sind manche Leute auch glücklich damit. Wer jedoch an diesem Zustand etwas ändern möchte, der braucht keine Angst vor der Frage zu haben, ob er zum Unternehmer geeignet ist. Er ist es definitiv. Die Frage ist viel eher, ob er bereit dazu ist, stark zu sein gegen ein Mainstream-Denken des "Mach, was andere von dir erwarten, dann hast du keine Probleme".

Unternehmer: Fünf essentielle Eigenschaften und Denkmuster
Seien Sie dazu eingeladen, sich Ihrer unternehmerischen Fähigkeiten wieder bewusst zu werden!

Unternehmer-Fähigkeit 1: Hartnäckigkeit
Es ist ein roter Faden in den Biografien erfolgreicher Unternehmer: Anfängliche Erfolglosigkeit, die sich oft über Jahre hinzieht. Die meisten geben hier auf, suchen sich einen "sicheren Job". Unternehmer machen weiter. Das ist keine Geheimfähigkeit weniger Auserwählter, sondern einfach Hartnäckigkeit und der Glaube an die eigene Idee.

Unternehmer-Fähigkeit 2: Komponist sein
Ein Unternehmer ist nicht daran interessiert, Arbeit zu erledigen, sondern Ideen zu entwickeln und zu realisieren. Er sollte wie ein Komponist handeln. Der Komponist schreibt das Stück, aber gespielt wird es von einem Orchester.

Suchen Sie sich für Ihre Idee Helfer, die Ihnen so viel Arbeit wie möglich abnehmen. Das Internet bietet über Plattformen wie zum Beispiel twago.de oder in Netzwerken wie XING per Mausklick schier unerschöpfliche Quellen an Professionals, die Sie nur mit Ihrer Arbeit versorgen und ein Orchester formen müssen.

Unternehmer-Fähigkeit 3: Sich selbst kennen
Es klingt so leicht, doch vielleicht ist das der schwierigste Punkt in der Liste. Nehmen Sie sich Zeit, sich selbst kennen zu lernen. Fragen Sie sich einmal unvoreingenommen, was Ihre Person wirklich im Kern ausmacht. Was sind Ihre Qualitäten? Was sind Ihre ganz persönlichen Ziele? Wie würde Ihr Leben aussehen, wenn Sie es sich völlig frei aussuchen könnten?

Denken Sie nicht in zu allgemeinen oder zwanghaft in gesellschaftlich akzeptierten Kategorien, sondern formulieren Sie Ihren ganz persönlichen Traum so genau wie möglich. Wie riecht in Ihrem Wunschleben die Luft? Mit welchen anderen Menschen möchten Sie zusammenleben?

Es kann anstrengend sein, hier wirklich ehrliche Antworten zu formulieren, aber Sie haben nur dieses eine Leben – verbringen Sie es nicht mit Kompromissen, sondern mit dem Verfolgen Ihrer Ziele. Und richten Sie Ihr Unternehmen danach aus.

Unternehmer-Fähigkeit 4: Versuchen Sie, Limits nicht zu akzeptieren
Fragen Sie nicht erst, bevor Sie etwas machen möchten. Um das Beispiel des neugeborenen Kindes noch einmal zu bemühen: Würde das Kind jedes Mal die Eltern um Erlaubnis fragen, wenn es zum Laufen lernen aufstehen will, würde es vermutlich mit vier Jahren noch nicht laufen können. Die Eltern hätten jedes Mal so viel Angst davor, dass ihr Kind hinfallen und sich wehtun könnte, dass sie nein sagen würden.

Natürlich fällt das Kind hin und tut sich weh. Sehr oft sogar. Doch es akzeptiert dieses Limit nicht, sondern versucht es wieder und wieder, weil es weiß, dass es irgendwie funktionieren muss. Und plötzlich funktioniert es auch bei ihm.

Unternehmer-Fähigkeit 5: "Smarte Arbeit" statt "Harte Arbeit"
Es heißt, ein Unternehmer dürfe kein Problem damit haben, hart zu arbeiten, notfalls mit 60-70-Stunden-Wochen zu rechnen und Freunde und Familie hintan zu stellen. Meine Meinung: Wer als Unternehmer dauerhaft 60-Stunden-Wochen abarbeitet und diese Arbeit als hart empfindet, macht etwas falsch.

Das Problem ist, dass in unserer Gesellschaft jemand, der sichtbar viel arbeitet, hoch angesehen ist. Jemand, der hingegen seine Arbeit smart einteilt und Dinge clever delegiert, wird leicht als "Faulpelz" wahrgenommen, der das Geld, das er verdient nicht verdient. Der Grund für diese Wahrnehmung ist Neid, und es nicht wert, dass Sie nur eine Sekunde weiter darüber nachdenken.

Das Ziel kann nicht sein, bis an die Grenzen Ihrer Belastbarkeit (oder sogar darüber hinaus) zu arbeiten. Es muss heißen: Effektiv zu arbeiten.

Durchdenken Sie einmal kritisch all Ihre Arbeitsprozesse. Ist alles, was Sie tun, tatsächlich essentiell notwendig? Das Pareto-Prinzip lehrt uns, dass 20% unserer Arbeit für 80% des Ergebnisses verantwortlich sind. Machen Sie sich also auf die Suche nach diesen 20%, versuchen Sie möglichst, nur noch diese Arbeit zu tun und geben Sie sich einfach nur noch mit 80% des Ergebnisses zufrieden. Okay, es ist nahezu unmöglich, aber in die Richtung muss es gehen. Und 80% reichen. Glauben Sie es mir.

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