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Führungskräfte: De-Motivation von Mitarbeitern leicht gemacht

Lesezeit: 3 Minuten Das Thema Motivation von Mitarbeitern ist in der Führungsliteratur auf jeder Bestsellerliste zu finden. Da wird häufig suggeriert, wer sich als Führungskraft an die vielfältigen Anregungen in der Literatur halte, der werde seine Mitarbeiter schon erfolgreich motivieren. Der Frust ist groß, wenn es dann nicht klappt, und Mitarbeiter nach wie vor allenfalls Dienst nach Vorschrift machen.

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Führungskräfte: De-Motivation von Mitarbeitern leicht gemacht

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Die kritische Frage ist, ob man andere Menschen überhaupt motivieren kann. Oder ob die Motivation des Einzelnen aus ihm selbst kommt – und Führungskräfte nur Rahmenbedingungen schaffen können, die Motivation zu erhalten. Eines gelingt Führungskräften sicher besser und häufiger als sie glauben: die De-Motivation ihrer Mitarbeiter.

Nachfolgende Tipps, wie Sie als Führungskraft erfolgreich de-motivieren, haben erhebliche Risiken und Nebenwirkungen, zu denen Sie am besten Ihre Mitarbeiter befragen.

Fähigkeiten und Stärken
Zeigen Sie Ihren Mitarbeitern, dass Sie sie für inkompetent halten. Schließlich sind Sie der Chef und wissen für alles die beste Lösung. Sätze wie: "Das hat noch niemand bei uns hinbekommen, und Ihnen wird das auch nicht gelingen!“ wirken beim Mitarbeiter Wunder.

Denken Sie als Führungskraft immer daran, dass Ihre Mitarbeiter sich um die Arbeit drücken wollen. Kaum sehen Sie weg, legen sich alle auf die faule Haut. Der einzige im Unternehmen, der hart arbeitet, sind Sie. Delegieren Sie nichts, und machen Sie alles selbst. Nur so können Sie sicher sein, dass alles nach Ihren Vorstellungen erledigt wird. Kontrollieren Sie Ihre Mitarbeiter engmaschig, kleinlich und – besonders wirksam! –   heimlich. Wenn Sie nur lange genug suchen, finden Sie etwas Kritikwürdiges.

Lob und Kritik
Kritisieren Sie Ihre Mitarbeiter öffentlich. Zeigen Sie deutlich auf, wie unfähig der kritisierte Mitarbeiter ist, und dass das nur dank Ihrer Aufmerksamkeit als Führungskraft ans Licht gekommen ist. Das setzt Akzente, die sich die anderen Mitarbeiter zu Herzen führen werden. Loben Sie unter keinen Umständen. Lob verstehen Mitarbeiter oft als Einladung, sich auf den Lorbeeren auszuruhen.

Sehr wirkungsvoll ist es auch, wenn Sie erledigte Aufträge Ihrer Mitarbeiter einfach ignorieren und nicht zur Kenntnis nehmen. Sollte in Ihrem Unternehmen etwas erfolgreich laufen, sonnen Sie sich persönlich in diesem Erfolg. Schließlich ist es Ihr Verdienst, Sie sind die Führungskraft. Läuft etwas schief, sollten Sie die Fehler unbedingt Ihren Mitarbeitern in die Schuhe schieben, denn die haben ja offensichtlich versagt.

Information
Wissen ist Macht. Diesen Spruch sollten Sie als Führungskraft unbedingt beherzigen. Geben Sie Informationen nicht, unvollständig oder zu spät weiter. Verweisen Sie auf Ihre Schweigepflicht, weil die Informationen streng vertraulich sind. Alternativ können Sie auch allen Informationsmüll, den Sie finden, auf die Mitarbeiter herabkippen. Das regt an und schafft ein Betriebsklima, in dem sich alle so wohl fühlen wie ein Fisch auf dem Trockenen.

Unterstützen Sie es, dass Mitarbeiter über ihre Teamleitung hinweg direkt zu Ihnen kommen, um Sachverhalte oder Probleme zu klären. Regeln Sie diese Probleme unverzüglich und direkt mit dem Mitarbeiter – ohne Einbeziehung des Abteilungs- oder Teamleiters.

Persönliches Verhalten
Gestern war gestern und heute ist heute. Werfen Sie Entscheidungen von gestern ohne Begründung um, und entscheiden Sie heute das Gegenteil. Je unklarer den Mitarbeitern ist, wie und warum Sie eine Entscheidung getroffen bzw. widerrufen haben, desto besser.

Sehr wirkungsvoll ist es, mit dritten über persönliche Probleme eines (nicht anwesenden) Mitarbeiters zu sprechen. Besonders dann, wenn Sie sicher sein können, dass die Information binnen eines Tages in jedem Winkel Ihren Unternehmens angekommen ist. Gute Effekte bringt es auch, sich herablassend über nicht anwesende Mitarbeiter zu äußern.

Seien Sie unberechenbar. Das was Sie Mitarbeiter A zugestehen, darf noch lange nicht für Mitarbeiter B gelten. Zeigen Sie, dass Sie es sind, der die Entscheidungen trifft.

Kommen Sie zu Besprechungen immer mindestens 5-10 Minuten zu spät. Je mehr Mitarbeiter auf Sie warten müssen, desto effektiver. Gehen Sie, wenn die Situation im Unternehmen heikel wird, auf Dienstreise. Manchmal reichen regelmäßige 1-2 tägige Dienstreisen aus. Dienstreisen zeigen einerseits, wie wichtig Sie sind. Andererseits gehen Sie durch Ihre Abwesenheit vielen lästigen Problemen aus dem Weg.

Wenn Sie als Führungskraft diese Tipps unbedingt befolgen wollen, dürfen Sie sich sicher sein, dass Sie genau die Mitarbeiter bekommen, die Sie verdient haben: Unmotiviert, unengagiert, abgestumpft, kränkelnd, innerlich gekündigt und nur noch auf den Ruhestand oder eine andere Stelle wartend.

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