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Führungskommunikation: Ungeschliffen ist nicht authentisch

Lesezeit: < 1 Minute In Gesprächen mit Führungskräften fällt immer wieder auf, dass authentisches Führungsverhalten damit gleichgesetzt wird, sich anderen ungefiltert zuzumuten. So entstehen rohe, einschüchternde Verhaltensweisen, sagt der Trainer, Berater und Seelsorger Prof. Rupert Lay. Dabei können sich Authentizität und Respekt vor anderen in der Führungskommunikation ergänzen.

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Führungskommunikation: Ungeschliffen ist nicht authentisch

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Die meisten Manager glauben, sie seien besonders authentisch, wenn sie reden, wie ihnen der Schnabel gewachsen ist. In den meisten Fällen ist das, was hier für authentische Führungskommunikation gehalten wird, nichts anderes als schlechte Kinderstube oder schlicht Gedankenlosigkeit, so Rupert Lay.

Authentische Führungskommunikation hat nichts damit zu tun, sich anderen Menschen, vor allem Mitarbeitern, im Rohzustand zuzumuten. Authentisch ist kein Synonym für ungeschliffen, ungefiltert oder unbedacht.
Genauso wird man nicht dadurch zum authentischen Manager, indem man aus seinem Herzen eine Mördergrube macht und bei jeder Gelegenheit – ob passend oder nicht – rücksichtslose Führungskommunikation betreibt und sich rücksichtslos verhält. Die innere Orientierung zählt für die Führungskommunkation
Authentisches Auftreten schließt nicht aus, dass man kultiviert ist und Kontrolle über seine Äußerungen hat. Das wäre nur dann der Fall, wenn beispielsweise kulturelle Umgangsformen im Sinne von Stil und Etikette die eigene Persönlichkeit kaschieren, maskieren und verfälschen würden.
Wo aber kulturelle Formen in den Dienst einer Persönlichkeit treten und diese gewissermaßen in einen passenden Rahmen einbetten, unterstützt kultivierter Umgang den eigenen Persönlichkeitsstil.

Es gilt, die Art und Weise der eigenen Führungskommunikation – sowohl ihre Formen als auch ihre Inhalte – aus der Sicht des anderen zu sehen. Diese "Alterozentrierung" tut der Authentizität der Führungskommunikation keinen Abbruch.
Im Gegenteil! Sie sollte der inneren sozialen und ethischen Orientierung der eigenen Persönlichkeit entsprechen, dem anderen gerecht werden zu wollen, ohne Verrat an eigenen Werten zu begehen. Das macht im Kern eine authentische Persönlichkeit aus: Sie ist in der Lage, eigene Werte und Ziele mit den Werten anderer auszubalancieren, ohne beiden Seiten Abbruch zu tun.
Sie ist in der Lage, den anderen durch freie und unverfälschte Führungskommunikation für gemeinsame Werte und Ziele zu gewinnen. Nicht zu überreden, nicht zu überrennen. Einfach authentisch.

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