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Formen und mögliche Auswirkungen des Mobbings

Lesezeit: 2 Minuten Mobbing ist leider keine Modeerscheinung. Wiederholtes Schikanieren einzelner Mitarbeitern findet man allzu häufig in vielen Unternehmen. Die Intensität und Ausführung variiert extrem. Für die Betroffenen stellt es eine belastende oder unmögliche Situation dar, oder sogar einen Grund sich dem Thema Selbstmord zu widmen. Mobbing steht unter Strafe und ist ein ernst zunehmendes Vergehen.

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Formen und mögliche Auswirkungen des Mobbings

Formen und mögliche Auswirkungen des Mobbings

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Das im deutschen Sprachgebrauch relativ neue Wort „Mobbing“ leitet sich aus dem englischen Wort Mob für Meute oder Pöbel ab. Wenn man das in Zusammenhang bringen will, könnte man es auch so erklären: Mehrere Menschen finden sich aus dem Grunde zusammen, um eine andere Person gemeinschaftlich auszugrenzen.

Im Arbeitskollektiv geschehen diese Verletzungen meist auf seelische Art, doch in Schule oder Ausbildung kann es beim Mobbing auch zu körperlicher Gewalt kommen. Es kann aber auch stumm gemobbt werden. Hierbei wird das Opfer ausgegrenzt, links liegen gelassen und bekommt immer wieder deutlich zu spüren, dass es nicht zum Kollektiv gehört. Diese Form des Mobbings ist sehr schwer auszumachen, und somit ebenso schwer zu bekämpfen.

Die Schäden der Opfer sind meist seelischer Natur. Psychische Störungen wie Schlafstörungen, Essstörungen aber auch vor Allem massive Angstzustände sind häufige Begleiterscheinungen von kontinuierlichem und zielgerichtetem Mobbing. Die Folgen des Mobbings hören nicht automatisch auf, sobald der störende Einfluss verschwindet. Opfer massiver Attacken leiden oft ihr restliches Leben daran.

Mobbing ist unentschuldbar

Doch egal, unter welchem Gesichtspunkt Mobbing stattfindet: Es ist in keinem Fall zu dulden oder zu entschuldigen, denn es ist seelische Grausamkeit, die den Betroffenen seines Selbstbewusstseins beraubt, ihn ins Abseits stellt und schwere psychische Störungen hervorrufen kann. In den meisten Fällen empfinden die Opfer von Mobbing eine große Scham, ziehen sich immer mehr zurück und verlieren ein großes Stück Lebensqualität. Opfer können den Rechtsweg nutzen, um diesen Missständen ein Ende zu bereiten. Dazu sollten sie ein Mobbingtagebuch führen.

Mobbing ist eine feige Art, sich mit anderen Menschen auseinanderzusetzen. Oft fehlen dem Täter oder den Tätern ganz konkrete Gründe für ihr Verhalten. Sehr oft ist es das reine „Anderssein“ der Mobbingopfer oder die Lust am Schikanieren, um sich selbst in den Mittelpunkt zu rücken. Gepaart mit einem falschen Sozialverhalten und der Unfähigkeit, anderen Menschen mit Respekt und Achtung zu begegnen werden Kollegen zu Tätern.

Im Gegensatz zu einem Konflikt herrscht beim Mobbing ein Ungleichgewicht der Kräfte. Es besteht für Mobbing-Opfer keine Möglichkeit, die eigenen Grenzen und die der Kollegen zu erkennen und zu respektieren. Oft sind sich die einzelnen Parteien der Anfänge gar nicht mehr bewusst. Man hört daher oft Aussagen wie „Es fing irgendwann mir Kleinigkeiten an …“

Mobbing ist gesetzeswidrig

Mobbing ist für jedes Team ein nicht akzeptierbarer, gesetzeswidriger Zustand. Sollte es doch dazu kommen, so sind die Opfer gut beraten, über diese Attacken zu sprechen, bzw. zu protokollieren und sich (externe) Hilfe zu suchen. Vorgesetzte sollten in jedem Fall offene Ohren und Augen für ihre Mitarbeiter haben, denn oft sprechen Mobbingopfer nicht offen über das Problem, sondern versuchen sich unbewusst durch Verhaltensänderungen mitzuteilen.

So kann es passieren, dass sich das Arbeitsverhalten der Betroffenen ändert, die Leistungen nicht mehr dieselben sind. Untypische Verspätungen oder plötzlich auftretende Unkonzentriertheit einzelner Mitarbeiter sind häufig ein Anzeichen für ein verspanntes Arbeitsklima. Wer als Vorgesetzter oder Kollege so etwas beobachtet, sollte der Sache unbedingt auf den Grund gehen.

Die Devise lautet: Lieber einmal mehr nachgefragt, als auch nur einen Mobbing-Vorfall zu übersehen, denn es kann Menschenleben kosten.

Bildnachweis: highwaystarz / stock.adobe.com

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