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Folien töten Sympathien: So geht es ohne sie

Lesezeit: 2 Minuten Worauf kommt es an, wenn wir kommunizieren? Darauf, dass man uns zuhört. Und was ist die Grundvoraussetzung dafür? Sympathie! – Nun könnte man einwenden, dass einem Chef auch zugehört wird, wenn er nicht sympathisch ist. Richtig, aber er ist eben der Chef. Doch auch für ihn kommt es darauf an, dass seine Botschaft verstanden und behalten wird. Versuchen Sie doch mal, ohne Folien zu präsentieren.

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Folien töten Sympathien: So geht es ohne sie

Folien töten Sympathien: So geht es ohne sie

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Folien lenken von der Botschaft ab

Ein kluger Chef wird sich bemühen, Aufmerksamkeit zu erzeugen, Sympathien zu (er)wecken. Darum verzichtet er auch darauf, seine Botschaft durch die Präsentation von Folien zu unterstützen. Denn der kluge Chef weiß: Folien sind Stimmungskiller, Folien lenken von der Botschaft ab, Folien langweilen, kurzum: Folien töten Sympathien.

Zu viele Reize stören

Der Mensch kann über einen längeren Zeitraum nicht mehrere Botschaften gleichzeitig wahrnehmen. Der Redner aber, der seine Ausführungen durch eine Folienpräsentation begleitet, überfrachtet sein Publikum mit zu vielen Reizen.

Einerseits soll man ihm zuhören, andererseits regen die Folien zum Lesen an. Und wer sich dabei dann auch noch Notizen machen möchte, wird irgendwann hoffnungslos kapitulieren. Studenten, die in überfüllten Hörsälen den Ausführungen ihres Professors zu folgen versuchen, können von diesem Leid klagen.

Diese Reizüberflutung und das Versagen bei der Informationsverarbeitung haben zur Folge, dass die Sympathie für den Redner schwindet. Unbewusst wird ihm dafür die Schuld gegeben, dass man als Zuhörer den Anschluss verpasst hat. Und mit schwindender Sympathie erlahmt auch das Interesse am Thema.

Wer nun weiß, dass manche Redner ihre Zuhörer in Referaten mit dutzenden Folien quälen, kann sich vorstellen, wie mit jeder weiteren Folie aus Sympathie Antipathie und aus Wohlwollen Ablehnung wird. Gute Chefs wissen das. Sie verzichten auf Folien. Sie stellen sich vor ihre Belegschaft und verkünden allein durch Worte, was sie zu sagen haben. Wer Karriere machen möchte, sollte diesem Beispiel folgen.

Die Ausnahme von der Regel

Das einzige brauchbare Hilfsmittel ist der Flipchart. Wenn Sie auf ihm das Bild vor den Augen des Publikums mit großer Geste entstehen lassen, erzeugen Sie Spannung, Interesse und Sympathie. Dabei bestimmen Sie die Geschwindigkeit und vor allem die Dramaturgie. Besonders das richtige Agieren am Flipchart muss geübt und trainiert werden – am Besten in einem Seminar.

Bevor Sie nun den Tageslichtprojektor wegwerfen: Auch hier gilt – keine Regel ohne Ausnahme. Denn wer im Rahmen seines Referats mal ein oder zwei, vielleicht auch drei Folien einsetzt, um damit die Dramaturgie zu verbessern, sollte dies durchaus versuchen.

Entscheidend dabei ist jedoch, dass diese Folien als „Stopper“ genutzt werden. Sie sollten das Gesagte wie ein Ausrufezeichen akzentuieren. Mehr nicht. Auch hier gilt: Der Einsatz und die geltenden Regeln für Folien müssen unbedingt trainiert werden.

Ein Beispiel: Als bei einem Unternehmen entschieden werden sollte, welcher Agentur künftig die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit anvertraut werden sollte, stellte ein Bewerber zu Beginn seiner Ausführungen einen Duden auf den Konferenztisch – ohne dies zu kommentieren.

Er hätte ebenso eine Folie mit dem Foto des Nachschlagewerks projizieren können. So stand dieses Buch die ganze Zeit im Blickfeld der Geschäftsführung. Erst am Ende seiner Ausführungen nahm der Redner Bezug darauf und verdeutlichte nun, was das Ziel seiner künftigen Arbeit sein würde: Dem Unternehmen zu einer vergleichbaren Reputation zu verhelfen, wie ihn der Duden genießt. Der Mann bekam den Auftrag.

Wer nun glaubt, das alles beträfe ihn nicht, denn man würde ohnehin nur mit Powerpoint präsentieren, dem sei gesagt: „ppt.“ ist eine Folie ohne Wert. Oder anders formuliert: power point kills sympathies. Es sein denn … (siehe oben).

Bildnachweis: Kzenon / stock.adobe.com

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