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Fit für’s Fernsehinterview – So bereiten Sie sich vor

Lesezeit: 2 Minuten Hilfe das Fernsehen kommt! Nicht selten müssen Pressesprecher im Fernsehinterview Rede und Antwort stehen. Aber selbst bei erfahrenen Profis steigt die Aufregung vor einem solchen Termin. So gehen Sie gut vorbereitet in das Fernsehinterview und wirken überzeugend.

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Fit für’s Fernsehinterview – So bereiten Sie sich vor

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Vor einem Fernsehinterview schwirren die Fragen im Kopf des Öffentlichkeitsarbeiters durcheinander: Was soll ich anziehen? Wo soll das Gespräch stattfinden? Wo schaue ich während des Interviews hin? Muss ich vorher zum Frisör gehen? Welche Fragen werden mir gestellt? Schneiden die nicht immer irgendetwas heraus? Lassen Sie uns Ordnung in das Gefühlschaos bringen, denn Sie werden Ihre Organisation nur dann überzeugend vertreten, wenn Sie sich ohne Angst vor die Kamera stellen. Drumherum kommen Sie nicht mehr. Es ist Teil Ihres Jobs! 

Erst einmal. Alle Fragen zum Aussehen sind nebensächlich! Ihre Wirkung begründet sich nicht durch die Farbe von Sakko oder Bluse. Deshalb beschäftigen Sie sich in der Vorbereitung vor allem mit einer Sache: Was ist Ihre Botschaft? Machen Sie sich vertraut mit dem von der Redaktion angekündigten Thema. Je mehr Fakten Sie drauf haben, desto sicherer werden Sie ins Interview gehen. Sie vertreten Ihre Organisation als Experte, also müssen Sie auch einer sein. Stellen Sie sich auch auf andere Fragen ein: Wie lang ist die geplante Sendung? Welche Intention verfolgt die Redaktion? Stehen Sie in der Kritik oder sind Sie eine zusätzliche Autorität für das Thema? Es ist wie vor einer mündlichen Prüfung. Sogar die Angst ist unter Umständen dieselbe.

Tipp 1
für‘s Fernsehinterview lautet also: Prüfungsschema! Was könnte dran kommen?

Tipp 2 lautet: Spielen Sie das Fernsehinterview mit Kollegen durch. Auch wenn es auf den ersten Blick etwas albern wirkt. Bitten Sie jemanden in die Rolle des Fernsehjournalisten zu schlüpfen und üben Sie Fragen und Antworten. Die Erfahrung aus meinen Interview-Seminaren zeigt, dass diese Laborsituation meist viel schlimmer ist als die Realität.
Fokussieren Sie sich unbedingt auf den Inhalt. Noch einmal: Alles andere ist Nebensache, wenngleich es doch ein paar Regeln einzuhalten gilt.

Tipp 3 Niemals overdressed erscheinen. Das Fernsehen ist in diesem Punkt gnadenlos. Zuschauer erkennen sofort ob jemand authentisch wirkt. Ein Pressesprecher im nagelneuen Blaumann ist übrigens auch alles andere als überzeugend. Nehmen Sie sich und Ihre Kleidung nicht so wichtig. Sie sind Pressesprecher und kein Medienstar.

Tipp 4 Klären Sie offene Fragen vorab! Als PR-Profi sind Sie auch Dienstleister für die Medien. Deshalb fragen Sie bei der Terminabsprache für das Fernsehinterview nach Details, die später unnötig Zeit und Nerven kosten könnten. Welchen Hintergrund wünscht das Kamerateam? Wird Strom z. B. für Licht benötigt? usw.

Tipp 5 ist, zugegeben, der schwerste: Ignorieren Sie die Kamera! Im Fernsehinterview eines sogenannten EB-Teams (EB = elektronische Berichterstattung) sprechen sie niemals in die Kamera. Ihr Bezugspunkt ist der Redakteur oder die Redakteurin. Wenn Sie sich entspannt unterhalten, wird Ihre Wirkung im Fernsehen genau dieselbe sein.
Und noch etwas:

Tipp 6 Lassen Sie sich nicht auf so etwas ein: „Können Sie das bitte noch mal sagen, nur etwas kürzer bitte?“ Leider haben manche Redakteure nur die Zeit im Schneideraum im Hinterkopf und erwarten ein 20-Sekunden Statement. Ich empfehle Ihnen diese Reaktion: „Bitte stellen Sie mir eine konkrete Frage, damit ich konkret darauf antworten kann.“ Kurzfassen sollten Sie sich aber in jedem Fall.

Auf die Besonderheiten eines unangemeldeten Fernsehinterviews oder von Live-Schaltungen werde ich an anderer Stelle eingehen.

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