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Fintechs Definition

Lesezeit: 2 Minuten Fintechs ist ein Kofferwort aus Finanzdienstleistungen (financial services) und Technologien. Der Begriff beschreibt einen Trend, der maßgeblich von Start-ups ins Leben gerufen wurde.

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Fintechs Definition

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Mit Fintechs werden Nutzern jenseits der traditionellen Finanzinstitute neue Möglichkeiten für Kontoführung, Beratung und Investments geboten. Die Anwendungen sind stets innovativ, digital und basieren auf fortschrittlichen Technologien. In vielerlei Beziehung sind sie schlichtweg revolutionär. Fintechs proklamieren mit ihren alternativen Finanzierungskonzepten einen Mehrwert an Optionen, schnellere und vereinfachte Abläufe und kundenfreundlichere Rahmenbedingungen. Bestehende Systeme werden weiterentwickelt und neue Systeme zu Finanzthemen auf den Markt geworfen.

Trendsetter Fintechs

Dass so viele Start-ups zu den Anbietern gehören, ist kein Zufall, da diese als digital natives frisch in den Markt einsteigen konnten, während traditionelle Banken nicht so einfach ihre teilweise jahrhundertealten Konzepte über Bord werfen können. Fintech-Unternehmen stehen somit für eine Dynamik, die traditionelle Geldinstitute eher nicht aufweisen. Zudem verleihen sie dem für gewöhnlich dröge gehandhabten Thema neuen Schwung. Insofern ist die Entwicklung spannend, weil ständig neue Lösungen präsentiert werden. Es lohnt sich für Freiberufler, Selbstständige und Unternehmen, den Markt im Blick zu behalten.

Was machen Fintechs?

Im Prinzip repräsentieren Fintechs speziell für den Banken- und Finanzsektor Entwicklungen, die auf allen gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Ebenen im Digitalzeitalter stattfinden. So bieten innovative Start-ups Alternativen zu dem traditionellen Angebot etablierter Großunternehmen. Fintechs kommen aufgrund der Relevanz des Finanzsektors und der besonderen Schwerfälligkeit der Global Player noch einmal eine besondere Bedeutung zu. Beispiele für die Möglichkeiten durch Fintechs sind Banking per Smartphone, Buchhaltung, Rechnunsverwaltung, Finanzierung von Projekten über digitale Plattformen, Bezahlung via NFC, die digitale Vermögensverwaltung, Zinsvergleiche und die Möglichkeit, kostenloses Geschäftskonto zu eröffnen und zu führen.

Durch Fintechs können Kunden Banken umgehen. Fintechs beschleunigen auch dadurch die Entwicklung auf dem Finanzsektor, dass sich nach dem Prinzip von Angebot und Nachfrage Ideen, die beim Kunden ankommen, mit der Zeit durchsetzen. Fintechs schaffen damit nicht nur Alternativen in Finanzfragen, sondern treiben auch die etablierten Finanzinstitute an, nun ihrerseits den Trend der Zeit nicht zu verpassen. So haben beispielsweise die Sparkasse mit Yomo und Kwitt, die Volksbank mit Bankomo und die Deutsche Bank mit „mobiles Bezahlen“ bereits Angebote nach dem Vorbild der innovativen Wegbereiter geschaffen. Damit kommen Fintech bei der Verquickung von Finanzen und Digitalisierung als Transmissionsriemen die Bedeutung zu, diese Entwicklung massiv zu beschleunigen und vielseitiger zu gestalten.

Die Vorteile durch Robot Advertising

Eine weitere Leistung von Fintechs ist es, dem üblichen Beratungsvorgang durch persönliche Kundengespräche auszuweichen und sich die besten Anlagemöglichkeiten durch einen Computer auszurechnen. Dieser Vorgang wird robot advertising genannt. Der Computer sondiert anhand vorgegebener Entwicklungen den Markt in der gewählten Sparte und zeigt darauf basierend die erfolgversprechendsten Ideen an. Dies spart Zeit und nutzt Synergieeffekte durch die Fortschritte moderner Computertechnologie. Ein weiterer Vorteil dieses Verfahrens ist der Ausschluss von Korruption, die etwa dadurch entstehen kann, dass Lobbyisten an Kundenberater von Banken Provisionen vergeben, sodass der Kundenberater nicht mehr neutral und objektiv berät, sondern mit dem Ziel in das Kundengespräch geht, den Kunden zu einem bestimmten Vertragsabschluss zu bewegen.

Beispiele für erfolgreiche Fintechs

Europaweit gelten Fintechs-Unternehmen aus Großbritannien als am erfolgreichsten. Von der Insel kommen beliebte Anbieter wie Thought Machine, Jaja, Monzo, Quantexa und Form3. Deutschland ist in den weltweiten Top 100 immerhin mit fünf Unternehmen vertreten, und zwar mit Bonify, Figo, Mambu, N26 und die Solaris-Bank. Wer den deutschsprachigen Raum bevorzugt, sollte sich auch mit den Angeboten aus der Schweiz befassen, denn die Schweiz steht generell für exzellentes Banking und profitiert auch bei Fintechs von der aktuellen Patentwelle im Land. Obwohl die Schweizer Bevölkerung nur wenig mehr als ein Zehntel der deutschen Bevölkerung umfasst, kommt die Schweiz mit 224 Fintechs auf fast so viele Unternehmen wie Deutschland (340, Stand jeweils 2018). Interessante Fintech-Firmen aus dem Alpenstaat sind NetGuardians, Qumram, Advanon, Loanbox und Ethereum mit seiner dezentral geführten Blockchain-Technologie. 

Bildnachweis: NicoElNino / stock.adobe.com

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