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Finden Sie Wege aus dem Boreout

Lesezeit: 2 Minuten Über Burnout wird viel diskutiert, teilweise wird es bereits als Volkskrankheit bezeichnet. Immer öfter jedoch begegnet uns eine Erscheinung, die bei erster Betrachtung genau das Gegenteil beschreibt und mindestens genauso gefährlich ist: Boreout bedeutet mehr als nur Langeweile im Büro. Erfahren Sie hier, wie Sie diesen Produktivitätskiller vermeiden und Boreout gar nicht erst entstehen lassen.

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Die Ursachen und die betrieblichen Auswirkungen von Burnout sind hinlänglich beschrieben und viele Unternehmen betreiben bereits im Rahmen ihres Gesundheitsmanagements die eine oder andere Art von Burnout-Prävention.

In letzter Zeit macht jedoch ein neuer Begriff die Runde. Boreout – die Langeweile im Büro als Produktivitätskiller. Kaum zu glauben, denn überall wird von Arbeitsverdichtung und Mehrbelastung gesprochen. Aber dies ist nur scheinbar ein Widerspruch, wie neuere Studien zeigen.

Boreout kann jeden betreffen

Ebenso wie Burnout ist Boreout kein Phänomen bestimmter Tätigkeiten oder Hierarchiestufen. Vom einfachen Sachbearbeiter bis zur Führungskraft kann jeder betroffen sein.

Boreout hat viele Ursachen

Es ist nicht nur ein Mangel an Arbeit, der Boreout auslöst. Es ist – in den meisten Fällen – ein Mangel an als sinnvoll erlebter Arbeit. Durch immer weitere Zergliederung von Prozessen, zunehmender Entfernung von Entscheidungsebenen oder Wegfall von Möglichkeiten der Einflussnahme erfahren viele Mitarbeiter eine zunehmend gefühlte Sinnentleerung der Arbeit. Auch fehlendes Feedback oder Anerkennung kann eine Ursache für Boreout darstellen.

Nicht mehr, sondern sinnvoll arbeiten

Den Begriff Boreout mit Langeweile zu übersetzen, führt also zu einer Fehlinterpretation des Problems. Es geht nicht um mangelnde Beschäftigung, sondern um das Fehlen ganzheitlicher Tätigkeiten, deren Sinn als Ganzes verstanden wird. Die Erledigung von Teilen einer zerschnittenen Prozesskette erfüllt diese Anforderung nicht.

Boreout ist ein Risikofaktor

Fehlt Mitarbeitern die Herausforderung und die Anstrengung, schleichen sich Produktivitätsnachteile und sogar Fehler ein. Die Aufmerksamkeit lässt nach und die Arbeit wird nicht mit der nötigen Sorgfalt durchgeführt. Dies hat Auswirkungen auf Qualität, Unfallhäufigkeit, Kundenzufriedenheit und vieles mehr.

Die Kosten können enorm sein – bis hin zu katastrophalen Folgen. Nur selten wurden diese bisher auf Boreout von Mitarbeitern zurückgeführt. Mit der zunehmenden Bekanntheit dieses Themas könnte der Begriff aber bald Krankenkassen, Ärzte und auch Arbeitsgerichte beschäftigen.

Ausweg aus dem Boreout

Unternehmen müssen nicht nur die Arbeitsmenge, sondern auch die Arbeitsinhalte auf Eignung hin untersuchen. Arbeit muss nicht um jeden Preis einfacher werden, wenn sie mit den immer gleich hoch qualifizierten Mitarbeitern durchgeführt wird. Die zunehmende Zergliederung von Arbeitsprozessen ist ebenso kritisch zu hinterfragen wie die aus nachvollziehbaren Gründen immer weiter durchgeführte Zentralisierung von Tätigkeiten.

Mitarbeitern kommt aber auch eine entscheidende Verantwortung zu. Sie sollten initiativ werden, wenn sie die Arbeitsinhalte nicht ausfüllen, sondern nur über eine gegebene Zeit beschäftigen. Es geht nicht um mehr, sondern um bessere Arbeit. Work smarter – not harder.

Bildnachweis: contrastwerkstatt / stock.adobe.com

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