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Ferien auf einem italienischen Bauernhof („agriturismo“)

Lesezeit: 2 Minuten Seit einigen Jahren hat sich diese neue Tourismusart durchgesetzt. Ein solcher Urlaub kostet bestimmt weniger als ein ähnlicher im Hotel. Wir wollen Ihnen also einen italienischen 'agriturismo' erläutern und Worte/Begriffe erklären, die Ihnen anlässlich dieses begeisternden Abenteuers nützlich sein werden.

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Ferien auf einem italienischen Bauernhof („agriturismo“)

Lesezeit: 2 Minuten

Das italienische Wort besteht aus agricoltura (Landwirtschaft) und turismo (Tourismus). Darunter versteht man, Ferien in campagna (auf dem Land) zu verbringen, in un’atmosfera contadina (einer bäuerlichen Atmosphäre), dormire in stanze rustiche (in bäuerischen Zimmern zu übernachten), mangiare nella cascina (im Bauernhof zu essen) und, wenn Sie wollen, aus Spaß bei lavori in cascina (Hofarbeiten), die i cittadini (Stadteinwohner) vergessen oder sogar nie erfahren haben, helfen: mungere (melken), dar da mangiare (füttern), abbeverare (tränken), fare il fieno (Heu ernten), u.v.a.m.

Inizia la vacanza (Urlaubsanfang)!

Sie sind sull’aia (auf der Tenne) und fangen an, gli animali da cortile (das Kleinvieh) zu sehen: galline (Hennen) mit oder ohne pulcini (Küken), oche (Gänse); in gabbie (Käfigen) sind conigli (Kaninchen); wenn ihr ospite (Gastgeber) auch anatre (Enten) hält, sind sie natürlich in einem stagno (Teich) zu finden.

Nach den üblichen Grußformeln und ersten Fragen & Antworten: buon giorno, buona sera (guten Tag/Abend); benvenuti al nostro agriturismo (willkommen auf unserem Agrotourismus); fatto buon viaggio? (War die Reise gut?), wird l’albergatore (der Wirt) Ihnen wahrscheinlich sagen: „venite, vi mostro la stanza/le stanze“ (Kommen Sie, bitte: ich zeige Ihnen Ihr(e) Zimmer).

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Und nachdem Sie sich’s bequem gemacht haben… wie wär’s mit einem visita della fattoria (Bauernhofbesuch)?

Jemand von der Geschäftsführerfamilie wird froh sein, Ihnen Ihren
Wunsch zu erfüllen! Erwarten Sie sich also, Folgendes zu sehen:

la stalla (der Stall), mit diversen Tieren: mucche (Kühe) mit oder ohne vitelli (Kälbern), vielleicht auch einen toro (Stier), asini (Esel), eventuell cavalli (Pferde). Wenn auch pecore (Schafe) und/oder capre (Ziegen) gezüchtet werden, die finden Sie entweder nei prati a brucare (auf den Wiesen beim Grasen) oder in ihren ovili (Schafställen).

Und maiali (Schweine), scrofe (Sauen) und porcellini (Ferkel)? Die gehören zum porcile (Saustall).

Wenn der proprietario (Eigentümer/Besitzer) besonders
unternehmerisch ist (viele sind es schon!) wird er Ihnen eine breite
Reihe Aktivitäten anbieten, z.B.:

  • scuola di equitazione (Reiterschule), sowohl für principianti (Anfänger) als auch für avanzati (Fortgeschrittene)
  • scuola di cucina (Kochschule), um alla contadina (nach der bäuerlichen Art) kochen zu lernen
  • scuola di agraria (Landwirtschaftsschule), wenn Sie coltivare (bestellen), arare (pflügen) seminare (säen), potare (stutzen), raccogliere (ernten) lernen wollen
  • scuola di vinificazione (Weinherstellungsschule), wenn Sie sich mit dieser Kunst auseinander setzen wollen

E adesso a tavola (und jetzt zu Tisch)!

Auf einem Bauernhof können Sie selbstverständlich erwarten, Naturprodukte zu verzehren!

A COLAZIONE (zum Frühstück): uova (Eier), latte (Milch), formaggio (Käse), prosciutto (Schinken), salame (Salami), burro (Butter), marmellata (Marmelade)

A PRANZO (zum Mittagessen): come antipasto (als Vorspeise) affettati misti (Aufschnitt), pane casereccio (Bauernbrot); come primo (als erster Gang)  pasta (Nudeln, die sind unfehlbar!) oder riso (Reis); come secondo (als zweiter Gang) carne di vitello/maiale/pecora/capra (Rind-, Schweine-, Schaf- oder Ziegenfleisch) mit verdura (Gemüse), dessen varietà (Varietät) nichts zu wünschen übrig lässt: patate (Kartoffeln), carote (Möhren), spinaci (Spinate), insalata (Salat), pomodori (Tomaten), u.v.a.m.; dann formaggio (s.o.) und – warum nicht? – eine gute torta alla frutta (Obsttorte), wie es die alte bäuerliche Tradition empfiehlt!

A CENA (zum Abendessen): Vorspeisen werden meistens nicht serviert: man beginnt eher mit einer minestra (Suppe), wobei die Phantasie der Köchin sich austoben kann: minestra di verdura/ funghi, pasta e fagioli… (Gemüse- Pilz- oder Bohnensuppe). Dann folgt i.d.R. wieder carne (s.o.) oder ein sformato (Auflauf) oder eine frittata (Omelette).

Fehlen darf natürlich nie una buona bottiglia di vino nostrano (eine gute Flasche lokalen Wein).

Gut: Ihr erster Tag auf dem Agrotourismus war anstrengend, oder? Also buona notte (gute Nacht) und bis morgen: Sie werden durchs Zwitschern der Vögel aufwachen!

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