Businesstipps Steuern & Buchführung

Fehler beim Devisenkassamittelkurs mit Vorsichtsmaßnahmen vermeiden

Der Devisenkassamittelkurs ist definiert als Mittelwert zwischen dem Geldkurs und dem Briefkurs einer Währung. Um den Mittelwert auszurechnen, müssen Sie diese beiden Werte addieren und dann durch 2 teilen. Das ist eine einfache Rechenaufgabe, die kein nennenswertes Fehlerpotenzial beinhaltet. Fehler entstehen aber mitunter an anderer Stelle.

Fehler beim Devisenkassamittelkurs mit Vorsichtsmaßnahmen vermeiden

Geldkurs und Briefkurs jederzeit korrekt ermitteln

Bei der Recherche nach dem aktuellen Geldkurs und Briefkurs einer Währung, sollten Sie in jedem Fall mehrere Quellen verwenden. Alle Banken veröffentlichen beispielsweise diese Werte auf ihren Webseiten. Zudem können Sie auch auf den Homepages der meisten großen Börsen diese Werte jederzeit einsehen.

Zum Verständnis: Der Briefkurs definiert, zu welchem Preis eine Bank eine Währung verkauft. Der Geldkurs legt hingegen fest, zu welchem Preis eine Bank eine Währung kauft. Der Briefkurs ist immer höher als der Geldkurs, da eine Bank ansonsten ein sehr schlechtes Geschäft machen würde.

Damit die Berechnung korrekt verläuft, ist es zudem sinnvoll, zwei verschiedene Rechner zu benutzen. Eine Berechnung in einer Excel-Tabelle sollte beispielsweise immer auch noch mit einem (virtuellen) Taschenrechner überprüft werden. Das mag manchem Anwender vielleicht übertrieben erscheinen, aber durch einen unabsichtlichen Eingabefehler in einer Excel-Tabelle kann sehr schnell versehentlich ein falsches Ergebnis entstehen.

Das lässt sich am einfachsten vermeiden, indem die einfache Mittelwert-Berechnung für den Devisenkassamittelkurs zusätzlich noch einmal überprüft wird. Der Aufwand ist minimal und Sie stellen sicher, dass Sie auf jeden Fall einen korrekten Wert in Ihrer Buchhaltung haben.

Bei Geschäften möglichst auf Fremdwährungen verzichten

Ein Unternehmen, das international aktiv ist, hat nicht immer die Möglichkeit, auf Fremdwährungen zu verzichten. Aber in vielen Fällen können Sie durch gutes Verhandlungsgeschick dafür sorgen, dass alle Geschäfte in Euro abgewickelt werden. Das bringt Ihnen nicht nur Planungssicherheit, sondern vereinfacht auch Ihre Buchhaltung. Insbesondere sind Sie nicht mehr von Währungskursen, die zum Teil erheblich schwanken können abhängig. Das Risiko trägt alleine ihr Geschäftspartner.

Allerdings kann ihr Geschäftspartner auch profitieren, wenn sich die Währungen in eine günstige Richtung entwickeln. Planbarkeit ist aber im Geschäftsleben oftmals wichtiger als die Aussicht auf einen unkalkulierbaren Währungsgewinn bei einem Geschäft.

Deswegen lohnt es sich manchmal, in anderen Bereichen Zugeständnisse zu machen, um dafür ein Geschäft ohne eine Fremdwährung abwickeln zu können. Wenn Sie zum ersten Mal Geschäfte in einer Fremdwährung abschließen, sollten Sie Ihre Buchhaltung auf diesen Umstand vorbereiten. Es ist zwar nicht schwierig, den Devisenkassamittelkurs zu berechnen, aber bei Fremdwährung gibt es noch diverse andere Anforderungen an die Buchhaltung, die unbedingt eingehalten werden müssen.

Der zusätzliche Aufwand, der in Ihrem Unternehmen entsteht, ist ein Kostenfaktor, den Sie nicht unberücksichtigt lassen sollten. Eventuell ist es auch möglich, dass Sie sich das Währungsrisiko von Ihrem Geschäftspartner durch bessere Vertragskonditionen bezahlen lassen. Das wäre auch eine gute Lösung.

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