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Explosionsschutzdokument und ATEX-Kennzeichnung – aber wie?

Lesezeit: < 1 Minute In vielen Bereichen wird mit explosionsfähigem Material hantiert oder gearbeitet. Diese Bereiche und die darin befindlichen Anlagen und mechanischen Hilfsmittel sind mit einer besonderen ATEX-Kennzeichnung zu versehen. Grundlage dieser Kennzeichnung ist das sogenannte Explosionsschutzdokument. Wie das in Ihrem Betrieb zutrifft und was diese Bezeichnung bedeutet, lesen Sie hier.

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Explosionsschutzdokument und ATEX-Kennzeichnung – aber wie?

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Grundsätzlich haben Sie als Arbeitgeber gemäß Betriebssicherheitsverordnung BetrSichV §6 ein Explosionsschutzdokument zu erstellen. Dieses müssen Sie auch auf dem letzten Stand halten.

Halten Sie  folgende Vorgehensweise in Ihrem Betrieb genau ein:

  1. Ermitteln Sie Explosionsgefährdungen und bewerten Sie diese.
  2. Treffen Sie Vorkehrungen, um die Ziele des Explosionsschutzes zu erreichen.
  3. Legen Sie die gefährdeten Bereiche in Explosionszonen fest und teilen Sie diese gemäß ATEX und VEXAT in EX-Zonen ein.
  4. Legen Sie Bereiche, für die die Mindestvorschriften gelten fest.

Welche Maßnahmen des Explosionsschutzes können Sie treffen?

  1. Primärer Explosionsschutz
    Vermeiden Sie zündfähige
    Gemische, indem Sie ungefährliche Einsatzstoffe verwenden, oder die
    Konzentration und den Sauerstoffgehalt begrenzen.
  2. Sekundärer Explosionsschutz
    Vermeiden Sie Zündquellen aus elektrischen und mechanischen Funken. Aber auch offene Flammen.
  3. Tertiärer Explosionsschutz
    Wenn die Maßnahmen des
    primären und sekundären Explosionsschutzes nicht durchführbar sind, so
    helfen nur bauliche Maßnahmen, sodass Sie die Explosion auf ein
    ungefährliches Maß reduzieren können. Das kann durch druckstoßfeste
    Bauweise, Druckentlastung oder durch eine Explosionsunterdrückung
    erfolgen.

Wie Sie eine ATEX-Kennzeichnung an Geräten entziffern können:

Beispiel:

  • Ex:  bedeutet, dass es sich um eine Explosionsschutz-Kennzeichnung handelt.
  • II: ist die Gerätegruppe. Gruppe I bedeutet "Bergbau", Gruppe II bedeutet "übrige Industrie".
  • 2: ist die Sicherheitskategorie für "hohes Maß an Sicherheit". Kategorie 1 bedeutet "normales Maß an Sicherheit" und Kategorie 3 "sehr hohes Maß an Sicherheit".
  • G D: Bedeutet dass es sich um "G" wie Gas und "D" wie Staub handelt.
  • D: ist die Zündschutzart.
  • T3: ist die maximal erlaubte Oberflächentemperatur. In diesem Fall bedeute T3 eine Temperatur von 200 Grad Celsius.

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