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Ersatzartikel müssen Ihre Kunden nicht akzeptieren

Lesezeit: < 1 Minute Das wünscht sich wohl jedes (Versand-)Unternehmen: Die Nachfrage nach den eigenen Waren boomt. Doch tritt genau das ein, kann die Freude darüber trotzdem getrübt werden. Dann nämlich, wenn das Lager leer ist und die Ware nachbestellt werden muss. Aber einfach einen Ersatzartikel schicken kann man nicht.

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Ersatzartikel müssen Ihre Kunden nicht akzeptieren

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Kunden reagieren auf Lieferschwierigkeiten schnell unwirsch – und müssen sich auch nicht damit zufrieden geben, dass ihnen ein Ersatzartikel zugeschickt wird. Selbst dann nicht, wenn Sie dies in Ihren AGB ausdrücklich so geregelt haben.
Das folgt aus einer aktuellen Entscheidung des Bundesgerichtshofs (BGH). Begründung: Diese Vertragsklausel benachteiligt den Kunden unangemessen. Denn sie nimmt keine Rücksicht darauf, dass dem Kunden Ersatzartikel zugeschickt werden, die seinen Wünschen und Vorstellungen nicht entsprechen (BGH, Az: VIII ZB 284/04).

Folge: Die beanstandete Klausel wird als nichtig und damit als nicht vereinbart behandelt. Betroffene Kunden können Ersatzartikel als mangelhaft monieren, Nachbesserung verlangen und gegebenenfalls sogar vom Kaufvertrag zurücktreten.

Tipp: Spekulieren Sie nicht darauf, dass Ihr Kunde sich mit einem Ersatzartikel zufrieden geben wird. Behalten Sie besser das "Heft des Handelns" in der Hand. Anstelle der Klausel, die der BGH "gekippt" hat, empfiehlt sich folgende vertragliche Regelung:

"Sollte ein Artikel nicht lieferbar sein, sind wir gegenüber dem Besteller zum Rücktritt berechtigt. Der Besteller wird in diesem Fall umgehend darüber informiert."

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