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Erkrankung des Kindes: So regeln Sie den Entgeltfortzahlungsanspruch

Lesezeit: < 1 Minute Stellen Sie sich folgenden Fall vor: Eine Mitarbeiterin kann mehrere Tage nicht zur Arbeit kommen, weil ihr Sohn erkrankt ist. Daraufhin verweigert die Krankenkasse die Zahlung des Kinderpflege-Krankengeldes und behauptet, Sie als Arbeitgeber seien zur Lohnfortzahlung verpflichtet.

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Erkrankung des Kindes: So regeln Sie den Entgeltfortzahlungsanspruch

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Die geltende Rechtslage bestimmt, dass der Arbeitgeber tatsächlich Entgeltfortzahlung leisten muss, sofern weder der Arbeitsvertrag noch ein für das Unternehmen gültiger Tarifvertrag eine entsprechende Ausschlussklausel enthält. Hinzu kommt, dass der Mitarbeiter einen Anspruch auf Freistellung hat.

Für diese Ansprüche muss es nach ärztlichem Zeugnis erforderlich sein, dass Ihr Mitarbeiter zur Beaufsichtigung, Betreuung oder Pflege eines erkrankten Kindes der Arbeit fernbleibt,

– eine andere im Haushalt Ihres Mitarbeiters lebende Person die Beaufsichtigung, Betreuung oder Pflege nicht übernehmen kann, und

– das Kind das 12. Lebensjahr noch nicht vollendet hat. Die Ansprüche Ihres Mitarbeiters bestehen in jedem Kalenderjahr für jedes Kind längstens für 10 Arbeitstage, für alleinerziehende Versicherte längstens für 20 Arbeitstage. Hat Ihr Mitarbeiter mehrere Kinder, beträgt der Höchstanspruch 25 Arbeitstage, bei Alleinerziehenden 50 Arbeitstage.

In den ersten 5 Tagen, in denen Sie Ihren Mitarbeiter für die Pflege seines erkrankten Kindes freistellen, müssen Sie auch das Arbeitsentgelt weiterzahlen. Ab dem 6. Tag hat Ihr Mitarbeiter dann gegen seine gesetzliche Krankenkasse einen Anspruch auf Kinderkrankengeld. Darauf sollten Sie Ihren Mitarbeiter hinweisen.

Gegen diese Entgeltfortzahlungs-Verpflichtung können Sie sich schützen, indem Sie in Ihre Arbeitsverträge von vornherein folgende Formulierung aufnehmen: "Erkrankt ein Kind des Mitarbeiters, für das keine andere im Haushalt lebende Betreuungsperson zur Verfügung steht, erhält der Mitarbeiter Sonderurlaub ohne Fortzahlung der Vergütung, soweit ein gesetzlicher Anspruch auf Kinderpflege-Krankengeld besteht."

Zur Freistellung des Mitarbeiters sind Sie allerdings in jedem Fall verpflichtet, falls sein krankes Kind Betreuung benötigt. Dieser Anspruch kann weder durch arbeitsvertragliche noch durch tarifvertragliche Regelungen ausgeschlossen werden.

Arbeiten beide Elternteile in Ihrem Betrieb, können Sie jedoch verlangen, dass derjenige das Kind pflegt, den Sie leichter entbehren können.

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