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Erfolgsporträt: Computerschule für Frauen

Lesezeit: 2 Minuten Aus einer misslichen Situation und dem frischen Erlebnis eines Computerkurses heraus entstand ihre Geschäftsidee: Petra Semmert hatte es sich 1997 in den Kopf gesetzt, eine Computerschule von Frauen für Frauen zu gründen. Allen Zweiflern und dem Banker zum Trotz führte sie das Unternehmen, die FrauenComputerSchule Nürnberg, zum Erfolg. Und setzte ermutigt mit der Petra Semmert Akademie noch eins drauf.

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Erfolgsporträt: Computerschule für Frauen

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Power legt Petra Semmert seit der Gründung der FrauenComputerSchule Nürnberg an den Tag. Nach 17 Jahren Berufstätigkeit hatte sie ihre Arbeit verloren und im Rahmen einer Qualifizierungsmaßnahme einen Computerkurs belegt. Dabei fiel ihr auf, dass Männer und Frauen sich dem Thema Computer unterschiedlich nähern. Semmert: „Männer experimentieren lieber, Frauen informieren sich zunächst und gehen die Sache dann zielgerichtet an. Außerdem habe ich den Dozenten oft nicht verstanden, das war mir zu viel Fachchinesisch.“ Von dieser Erkenntnis bis zur Geschäftsidee war es nur noch ein Geistesblitz.

Semmert plante von Anfang an strategisch. Nach einer Marktanalyse zum regionalen und überregionalen Wettbewerb entschied sie sich für Räume gegenüber einer Gesamtschule mit 1.700 Schülern. Damit war die Laufkundschaft gesichert und für den Anfang konnte sie auf teure Werbung verzichten. Der Erfolg gab Semmert Recht. Am Eröffnungstag informierten sich 250 Frauen über das Kursangebot. Zudem erschien – Ergebnis einer Einladung an die Presse – ein umfassender Artikel über die FrauenComputerSchule. Standen am Anfang gerade sechs Lehrcomputer in einem Raum, surrten nach nur vier Monaten zehn PCs in zwei Räumen. Heute residiert die Schule auf 550 Quadratmetern in der Burgschmiet-Villa, einem herrlichen Jugendstil-Gebäude, und beschäftigt 30 Frauen, vornehmlich als Dozentinnen. Pro Trag lernen hier rund 100 Frauen. Die Kursdauer variiert von zwölf Wochen bis zu neun Monaten.

Das größte Hemmnis in der Startphase war die Bank. Deren Kommentar nach der Präsentation der Geschäftsidee war ernüchternd: „Frauen-Kaffeekränzchen“ würden nicht finanziert. Semmert ließ sich nicht entmutigen und fand schließlich eine private Investorin, welche die benötigten 35.000 Mark finanzierte.  

Zielgruppen genaues Angebot sichert den Erfolg

Semmerts Erfolg basiert darauf, dass ihr Angebot in der Region eine Marktlücke geschlossen hat und konsequent die Anforderungen ihrer Zielgruppe berücksichtigt – mit Kursen am Vormittag oder Wochenende, wenn es Frauen leichter fällt, die Betreuung der Kinder zu organisieren. Bei Petra Semmert spürt man die Konsequenz und die Leidenschaft, mit der die Chefin zu Werke geht. Ihre Erfolgskriterien sind: Power, Risiko- und Opferbereitschaft, Kontaktfreudigkeit, Teamfähigkeit und Führungskompetenz. Wichtig sind aber auch die psychische Belastbarkeit, Fachkenntnisse, Flexibilität, Mobilität und ein familiäres Umfeld, das die Selbstständigkeit unterstützt. „Der Partner muss mit im Boot sitzen, sonst geht es nicht.“ Der Nachfrage ihrer Schülerinnen folgend, gründete sie im Jahre 2001 die Petra Semmert Akademie, die Kurse zu Themen wie Betriebswirtschaft, Steuerrecht, Buchhaltung, Büro- und Projektmanagement und Selbstorganisation anbietet.

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