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Erfahren Sie alles über den Produktionsfaktor „Wissen“ und wie man ihn messen kann

Lesezeit: 2 Minuten Nur ein Teil dessen, was den Wert Ihres Unternehmens ausmacht, steht in der Bilanz. Der immer wertvoller werdende Produktionsfaktor "Wissen" beispielsweise bleibt außen vor - noch. Denn für den Produktionsfaktor "Wissen" gilt schon bald: Auch Wissen geht in die Bilanz ein.

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Erfahren Sie alles über den Produktionsfaktor „Wissen“ und wie man ihn messen kann

Lesezeit: 2 Minuten
Gründe?
Wissensintensive Unternehmen, die den Produktionsfaktor "Wissen" steigern, indem sie ihr Know-How plegen und mehren, sind mehr wert als solche, die das nicht tun. Das hat künftig Einfluss auf die Kreditfähigkeit und den Kaufpreis von Unternehmen.

Wissens-Bilanzen?
Bis zur Bilanz mit Wissens-Ausweis ist es freilich noch ein gutes Stück Weg. Rechnen Sie mit einem Standart für Wissens-Bilanzen in 15 Jahren. Es gibt aber erste interessante Ansätze, den Produktionsfaktor "Wissen" zu messen.

1. In Rating-Fragebögen (etwa von Ihrer Bank oder Rating-Agentur)
wird auch die Qualität des Wissens erhoben. Der Nutzen ist freilich gering – denn: Noch hält sich die Bank bei Kredit-Entscheidungen an Sicherheiten fest. Aber das wird sich ändern.

2. Domino World, ein Pflege-Dienstleister, dokumentiert sein Wissen und nähert sich damit einer Bilanzierung an. Hier wird der Versuch unternommen, auf einem 24-Seiten-Dokument das intellektuelle Kapital festzuhalten – etwa durch Ausweis des Verhältnisses von Fach- zu Aushilfskräften, Fehlzeiten und Mitarbeiter-Fluktuation, Qualität der Öffentlichkeitsarbeit und Einhaltung von Standards in der Dienstleistung. Ein Weg in die richtige Richtung, jedoch ist das Verfahren noch statisch. Es gibt keinen Sammel-Indikator, der sagt: Der Produktionsfaktor "Wissen" ist höher als im Vorjahr.

3. Am weitesten vorn ist der Mitarbeiter-Aktien-Index (MAX). Dieser wird vom Landhotel Schindlerhof angewendet. Grundprinzip: Jeder Mitarbeiter wird monatlich bewertet. Unternehmer Klaus Kobjoll lässt die einzel-Indices aller Mitarbeiter einmal im Monat aufaddieren. So bekommt er den Gesamtwert für das Unternehmen, dessen Veränderungen ihm sagen, ob der Produktionsfaktor "Wissen" gestiegen oder gesunken ist.

Kern der Bewertung sind 14 Kriterien. Diese benutzt jeder Mitarbeiter, um sich einmal im Monat selbst einzustufen. Der Vorgang dauert 5 Minuten am PC, den Rest erledigt das System.

 Interessant ist die Liste der Kriterien. Auszug:

– aktive Arbeit mit dem Zeitplansystem
– Mitarbeit in betriblichen Vorschlagswesen
– berufliche Weiterbildung
– freiwillige Mitarbeit an Projekten (in der Freizeit)
– …

Interessant ist, dass hier nicht nur eine monatliche Wertebilanz geschaffen wurde. Die Indices sind überdies ein selbststeuerndes System. Beispiel: Wer raucht, weiß, dass er Wert-Abzug bekommt, kann diesen aber ausgleichen, indem er zusätzliche Werte in anderen Bereichen schafft, etwa durch Weiterbildung oder körperliche Fitness.

Trendletter-Einschätzung: Die Wissensbilanz kommt. Der Produktionsfaktor "Wissen" wird immer wichtiger. Das Beispiel Schindlerhof zeigt, dass dieses Ziel nicht nur erreichbar ist, sondern damit auch ein zusätzliches hilfreiches Management-Instrument geschaffen werden kann, das den Steuer-Aufwand an anderer Stelle deutlich verringert.

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