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Entwurf Berufsbildungsbericht 2009: Unterschiedliche Bewertungen

Lesezeit: 2 Minuten Der Entwurf des Berufsbildungsberichtes 2009 ist dem Hauptausschuss des Bundesinstituts für berufliche Bildung vorlegt und von ihm kommentiert worden. Es zeigen sich Gemeinsamkeiten, aber auch geringfügige Unterschiede bei den Hauptausschussmitgliedern. Der Artikel verfolgt die Spur europäische Bildung.

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Entwurf Berufsbildungsbericht 2009: Unterschiedliche Bewertungen

Lesezeit: 2 Minuten

Der Entwurf des neuen Berufsbildungsberichtes ist der zuständigen Stelle beim Bundesinstitut für berufliche Bildung vorgelegt worden. Die ersten veröffentlichten Kommentare zeigen einen unterschiedlichen Interpretationswillen.

Europäische Bildung und Berufsbildungsbericht
In diesem Artikel soll lediglich die Spur "Europäische Bildung" verfolgt werden. Allen Teilnehmern des Hauptausschusses (Bund und Länder, Arbeitgebern und Gewerkschaften) ist gemein, dass sie dem Thema der Beruflichen Bildung im europäischen Kontext einen bedeutsamen Raum zuordnen.

Das ist auch nicht weiter verwunderlich, da die Diskussion um den Europäischen Qualifikationsrahmen seit geraumer Zeit voll im Gange ist. Mit dem Deutschen Qualifikationsrahmen (DQR) sollen das deutsche Bildungssystem an den Europäischen Qualifikationsrahmen (EQR) gekoppelt werden. So finden wir in der gemeinsamen Stellungnahme den Satz "Durch die Zuordnung von Qualifikationen aller Bildungsbereiche anhand einheitlicher outcome-orientierter Beschreibungen können erstmals Gleichwertigkeit abgebildet und Impulse für mehr Durchlässigkeit gegeben werden".

Dazu muss man wissen, dass der aktuelle Diskussionsstand um den Deutschen Vorschlag ein System von acht verschiedenen Kompetenzstufen umfasst. Jede Kompetenzstufe wird nach Fachkompetenz und Personaler Kompetenz ausgerichtet. Fachkompetenzen umfassen Wissen und Fertigkeiten; Personale Kompetenzen Sozialkompetenz und Selbstkompetenz.

Unterschiedliche Kompetenzstufen im Deutschen Qualifikationsrahmen
Allgemein umfasst beispielsweise das Kompetenzniveau 3 folgendes Profil: "Über Kompetenzen zur selbständigen Erfüllung fachlicher Anforderungen in einem noch überschaubaren und zum Teil offen strukturierten Lernbereich oder beruflichen Tätigkeitsfeld verfügen."

Dagegen das Kompetenzniveau 8: "Über Kompetenzen zur Gewinnung von Forschungserkenntnissen in einem wissenschaftlichen Fach oder zur Entwicklung innovativer Lösungen und Verfahren in einem beruflichen Tätigkeitsfeld verfügen. Die Anforderungsstruktur ist durch neuartige und unklare Problemlagen gekennzeichnet." 

Mit diesem System sollen Kompetenzen ganzheitlicher erfasst und bewertet werden als mit dem System auf Basis der Abschlüsse.

Berufliche Weiterbildung in Deutschland und Europa
Die Gewerkschaften betonen in ihrer ergänzenden Stellungnahme besonders die schlechteren Ergebnisse des deutschen Systems beruflicher Weiterbildung  im Vergleich zu den skandinavischen Ländern, aber auch zu den Niederlanden oder Frankreich. Nach ihrer Meinung profitieren in Deutschland zu wenig von betrieblicher Weiterbildung (Personalentwicklung); insbesondere nehmen Personen mit niedriger schulischer Bildung nur zu 30% an betrieblicher Weiterbildung teil, mit Abitur sind es 58%.

Man darf gespannt sein auf die gesamten Ergebnisse des Berufsbildungsberichtes, die der breiten Öffentlichkeit im April vorgestellt werden sollen.

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