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Entwicklungen im Personalcontrolling: Quo vadis?

Lesezeit: 2 Minuten Die Funktion kam quasi aus dem Nichts. Nun gehört Personalcontrolling zum Personalwesen wie andere Funktionen auch. Bei genauerem Hinsehen stellt man jedoch fest, dass Personalcontrolling längst nicht überall gleich verstanden wird und der derzeitige Stand noch viel Raum für Entwicklungen lässt.

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Entwicklungen im Personalcontrolling: Quo vadis?

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Der Begriff Personalcontrolling etablierte sich erst vor etwa 25 Jahren. Personalcontroller übernahmen die Aufgabe, die schon seit langem angefertigten Personalstatistiken zu erweitern, ein Berichtswesen aufzubauen und dies möglichst zu automatisieren. Damit war – zumindest in den Großunternehmen – ein neues Tätigkeitsfeld entstanden, dessen Entwicklung bis heute nicht zum Stillstand gekommen ist.

Personalcontrolling ist eine Frage der Unternehmensgröße
Um eine neue Funktion zu professionalisieren, bedarf es einer gewissen Größe. Nur, wo es möglich ist, dass sich Menschen in einem nennenswerten Umfang diesen Aufgaben widmen, können sie diese neue Funktion gestalten und ausbauen.

Insbesondere wenn nicht auf vorgefertigte Lösungen zurückgegriffen werden kann und Entwicklungsarbeit notwendig ist, bedarf es eines Freiraumes, den meist nur große Unternehmen zu gewähren in der Lage sind. Daher bildete sich eine Personalcontrolling-Funktion zunächst in Großunternehmen heraus.

Mit der zunehmenden Verfügbarkeit von standardisierten Berichtslösungen konnte auch in kleineren Unternehmen diese Funktion wahrgenommen werden. Personalcontrolling wird hier jedoch nach wie vor vielfach in Personalunion mit anderen Funktionen wahrgenommen. Ob die strategische Komponente des Personalcontrollings hier tatsächlich Anwendung findet, muss jedoch in vielen Fällen in Frage gestellt werden. Der weitere Ausbau der technischen Möglichkeiten kann hier zukünftig zu einem parallelen Ausbau der Personalcontrolling-Funktionen beitragen.

Personalcontrolling basiert auf IT
Ohne verfügbare Daten gibt es kein Personalcontrolling. Daher kommt dieser Funktion die bessere Verfügbarkeit von Datenschnittstellen und -verarbeitungsmöglichkeiten entgegen. Nicht nur Lohn- und Gehaltsprogramme, auch viele andere im Unternehmen eingesetzten Softwareprogramme halten vielfach ein Identifikationsmerkmal (z. B. User-ID oder Personalnummer) und lassen sich so für Personalcontrollingzwecke nutzen.

Eine unternehmensweit einheitliche EDV ist jedoch noch vielfach nicht realisiert und behindert den Fortschritt des Personalcontrollings durch nicht oder schwer verknüpfbare Datenbestände.

Personalcontrolling muss sich professionalisieren
Während in den Anfangsjahren Personalcontroller noch mit erstmalig veröffentlichten Statistiken und Grafiken Eindruck schinden konnten, sind die Ansprüche heute höher. Personalcontroller müssen das Stadium des repetitiven Berichtens verlassen und strategieorientierte Beiträge zum Personalmanagement liefern. Nur dann werden sie als professionelle Funktion wahrgenommen und in die Gruppe der strategisch wichtigen Bereiche aufgenommen werden.

Gelingt dies nicht, entwickelt sich das Personalcontrolling wieder zum Zahlenlieferanten zurück. Hier gilt es, sowohl in IT als auch in Know-How zu investieren, um diese Komponente für die Unternehmensführung weiter auszubauen.

Externes Personalcontrolling
Kann man Personalcontrolling outsourcen? Bislang ist Personalcontrolling kaum irgendwo auf der Outsourcing-Agenda. Zu individuell und vertraulich ist diese Funktion, als dass man sie in fremde Hände geben will. Gelingt es jedoch innerbetrieblich nicht, Personalcontrolling wie oben beschrieben zu professionalisieren, kann der Einkauf einer externen Dienstleistung auch in diesem Bereich die Lücke schließen.

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