Businesstipps Unternehmen

Employer Marketing: Was erwarten Fachkräfte von Unternehmern?

Lesezeit: 3 Minuten Wenn das Unternehmen zur Marke wird, um sich bei Bewerbern und Profis zu etablieren, ist vom Employer Branding die Rede. Fachkräfte und Talente machen den Unterschied zur Konkurrenz. Sie verleihen einer Firma, einem Service und einem Produkt ein Gesicht.

3 min Lesezeit
Employer Marketing:  Was erwarten Fachkräfte von Unternehmern?

Autor:

Employer Marketing: Was erwarten Fachkräfte von Unternehmern?

Lesezeit: 3 Minuten

Wer nun denkt, es handle sich um einen boomenden Trend, hat weit gefehlt. Employer Branding kommt aus den 90ern als Folge der Leistungsversprechungen, die es auf die potenziellen und künftigen Arbeitnehmer anlegten. Das Ziel ist denkbar einfach: Personaler versuchen die besten Mitarbeiter für das eigene Unternehmen zu begeistern.

Wirtschaftlich gesehen ist der Arbeiter ein Erfolgsfaktor. Wobei sich schon in der Bewerbungsphase eklatante Fehler ergeben, die bereits in der ersten Phase der Mitarbeiterauswahl unterlaufen. Die Marketing-Strategien enden nicht bei der Werbung und Bewerbung. Erfolgreiche Unternehmen wissen ihre Mitarbeiter auf Dauer zu begeistern. Nur wenn ein Mitarbeiter entsprechende Förderung erfährt, wird er Höchstleistungen vollbringen.

Der steigende Marktwert der „Young Professionals“

Es ist davon auszugehen, dass ein Beschäftigungsverhältnis ähnlich wie eine Beziehung abläuft. Fehlt es an der entsprechenden Wertschöpfung, wächst die Beziehung nicht und sieht schon bald ihrem Ende entgegen. Insbesondere die „Young Professionals“ sind sich ihres Wertes bewusst, sodass immer öfter gerade die mittelständischen und kleineren Unternehmen leer ausgehen. Kein Wunder, der große Konkurrent aus der Nachbarschaft winkt mit lukrativen Karriere- und Gehaltsaussichten.  Letztendlich ergeben sich ausgehend vom Employer Marketing und der Kooperationen mit der Werbeagentur Junges Herz strategisch interessante Impulse, wie ein Unternehmen einen Teil vom großen Personalkuchen abbekommt.

Angesichts der globalen Digitalisierung erfährt auch die Wirtschaft eine Veränderung, der sich Unternehmen auf Dauer nicht verschließen sollten. Dabei spielen vor allen Dingen die neuen Erwartungen der nächsten Generation eine ausschlaggebende Rolle, wenn sich ein Unternehmen auch zukünftig günstig positionieren möchte. In diesem Zusammenhang ist von der neuen Macht der Mitarbeiter die Rede, denn sie sind in der Lage, einer gesamten Branche die ausschlagenden Ideen zu verleihen. Dabei sollte es realistisch möglich sein, in Sachen Personalentwicklung und Recruiting nachhaltige Wege zu gehen.

Heute akzeptieren die meisten Personaler keine Bewerbung per Brief – die Anschreiben gehen per Mail beim Unternehmen ein. Einige der Firmen setzen auf Karriereportale, die Lebenslauf, Anschreiben, Referenzen und Zertifikate abfragen, um den Bewerber gezielt zu testen. Dabei möchten Unternehmen vor allen Dingen zielgerichtet bereits die passenden Bewerber und Mitarbeiter auf direktem Weg kennenlernen.

Wenn Hotels & Restaurants die Kinderbetreuung finanzieren

Namhafte Gastronomen profilieren sich durch Engagement bei den starken Mitarbeitern, um auf Dauer ein funktionierendes Team zusammenzustellen und zu halten. So haben die Firmen selbst die Chance, die Kosten für die Kinderbetreuung in Kombination mit einer passenden Unterkunft in einem Arbeitsvertrag festzusetzen. Im Gegenzug sind diese Zuwendungen nicht einmal steuerlich anzurechnen. Sie machen sich positiv in einem unkomplizierten Alltag-Familie-Arbeits-Verhältnis bemerkbar.

McDonald’s Ehmann – mehr als ein Job!

Zu Beginn des Jahres starteten hannoversche McDonald’s Filialen eine persönliche Mitarbeiter-Kampagne, in dessen Rahmen die Mitarbeiter auf Plakaten erklärten, warum sie genau bei diesem Restaurant arbeiten. So postete das Personal unter dem Hashtag #MehrAlsEinJob Videos und Fotos, die einen direkten Einblick in den Alltag bieten. McDonald’s begleitet viele seiner Mitarbeiter vom ersten Tag – mit der aktuellen Aktion wollten mehr Franchise Nehmer wie David Ehmann den Bewerbern und Quereinsteigern die Hemmschwelle einer Bewerbung nehmen.

Dr. Oetker macht aus Azubis Start-Upper

Die Unternehmenskultur von Dr. Oetker setzt auf eine Digitalisierung der Ausbildungsberufe aus dem kaufmännischen Bereich. Im Zuge der Ausbildung denken die zukünftigen Mitarbeiter wie Start-Up-Unternehmer. Dabei entstehen Ideen mit Zukunft, was sich positiv auf die Internationalität von Dr. Oetker auswirkt. So ist zum Beispiel der Auslandseinsatz einer der Basics in dem ausbildungsintegrierten Studium.

Mangel an Entwicklern – Umdenken für Personaler

Laut einer aktuellen Stack Overflow Umfrage finden circa 40 Prozent aller Unternehmen keine geeigneten Entwickler. Zum einen führt dies auf zu hohe Lohnforderungen und zum anderen auf eine mangelhafte Bekanntheit der eigenen Marke zurück. Tatsächlich fehlten in Deutschland allein im Jahr 2016 51.000 Fachkräfte aus dem ITK Bereich. Active Sourcing verweist in diesem Bereich auf die Tatsache, dass der Großteil aller angestellten Entwickler in einem Beschäftigungsverhältnis immer noch offen für neue Karrieremöglichkeiten ist.

Obendrein weichen deutsche Unternehmen auf ein internationales Talente-Pool aus, um genügend Fachkräfte für ihren Bedarf zu finden. Insbesondere im Bereich ITK Recruiting stecken enorme Potenziale, eine starke und vor allem anerkannte Arbeitnehmermarke zu platzieren. Dabei gilt es, die Attraktivität eines Arbeitsplatzes im Vergleich zur Konkurrenz deutlich herauszustellen. Aber auch das Gehalt, das Arbeitsumfeld, die Karriere sowie Weiterbildungsmöglichkeiten stellen wichtige Aspekte dar, um Fachkräfte und Talente zu begeistern.

Employer Marketing:  Was erwarten Fachkräfte von Unternehmern?
Firmen sollten sich darauf konzentrieren, potentielle Bewerber von sich zu überzeugen.

Vom Headhunter zum nachhaltig starken Recruiting

So ist die Wandlung von einem Arbeitgebermarkt hin zum arbeitnehmerorientierten Markt eine der Tendenzen, die sich unmissverständlich auf die Zukunft der Personalsuche auswirkt. Dabei fühlen sich Unternehmer verpflichtet, die Firmenkultur nach außen hin transparent darzustellen. Auf dieser Basis lässt sich nachhaltig zukunftsträchtiges Recruiting durchführen.

So scheint es wie ein Akt der Verzweiflung, mit so genannten Headhuntern, den großen Konkurrenten die starken Mitarbeiter abzuwerben. Dabei ist der Headhunter wohl eher als kurzfristige Initiative zu verstehen. Wenn ein Unternehmen nicht in der Lage ist, auf Dauer den Personalbedarf aus eigener Kraft zu decken, offenbart sich an dieser Stelle ein ernstzunehmendes Recruiting-Problem.

Bildnachweis:

Monkey Business / stock.adobe.com

contrastwerkstatt / stock.adobe.com

PS: Qualitätsmanagement ist uns wichtig!

Bitte teilen Sie uns mit, wie Ihnen unser Beitrag gefällt. Klicken Sie hierzu auf die unten abgebildeten Sternchen (5 Sternchen = sehr gut):

Bitte warten...

PPS: Ihnen hat der Beitrag besonders gut gefallen?

Unterstützen Sie unser Ratgeberportal: