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Employer Branding: Wo die Mitarbeiterbindung fehlt, wird es richtig teuer!

Lesezeit: 2 Minuten Die schwache Bindung von Mitarbeitern an Führungskräfte und damit Unternehmen führt zu mangelnder Identifikation. Als teure Konsequenz aus diesem Umstand werden Produktivitätsverluste, erhöhte Fehlzeiten, steigende Fluktuation und vermehrte Ausschüsse mit direkter Ergebnisbeeinflussung beklagt. Was sind die Ursachen und wie kann wirkungsvoll gegengesteuert werden kann, das untersucht dieser Artikel.

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Employer Branding: Wo die Mitarbeiterbindung fehlt, wird es richtig teuer!

Employer Branding: Wo die Mitarbeiterbindung fehlt, wird es richtig teuer!

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Zu diesen Ergebnissen führt sehr häufig die Tatsache, dass die Führungskräfte selbst nicht genau wissen, was sie machen sollen. Wie sie ihre Arbeit organisieren und durchführen sollen, so zeigt es jedenfalls auch meine langjährige Praxiserfahrung, entzieht sich ihrer Kenntnis! Sie sind sich nicht im Klaren darüber, was die eigentlich von ihnen auszuführende Führungsarbeit inhaltlich bedeutet und konsequenterweise operativ von Ihnen abverlangt.

Führung ist mehr als Ergebnisse einzusammeln!

Viele Führungskräfte sammeln deshalb lieber Ergebnisse ein, statt aktiv lebendig zu führen. Mit Ergebnissen, möglichst eingebettet in detaillierte Statistiken und professionelle Präsentationsunterlagen, stellen sie ihre Leistung erst einmal unübersehbar da und täuschen schlicht und einfach über ihre mangelhafte Ausführung der Führungsleistung hinweg.

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Nur das kurzfristige Ergebnis zählt?

Schließlich zählen ja nur die Resultate, Ergebnisse wie die Produktivität, die Einhaltung von Budgets, die Ertragserzielung, der Gewinn eben. Kurzfristig ist das höchstwahrscheinlich überall so und teilweise auch nachvollziehbar, aber wie sieht die Entwicklung mittelfristig aus? Welcher Flurschaden kann durch mangelhaft handwerklich ausgeführte Führungsleistung in der Mitarbeitermannschaft entstehen?

Ergebnisse, die am Ende einem definitiv noch weiter von der Leistungsbasis entfernten Gremium berichtet werden, um zu demonstrieren, was im Unternehmen unter ihrer jeweiligen Führung alles geleistet wird, sind nicht alles, wenn es um die Unternehmenszukunft geht. Investitionen in Führung und damit in Menschen zahlen doch bekanntlich die besten Zinsen.

Führungskräfte sollten nicht zu Verwaltern von sich, von kurzfristigen Ergebnissen und statistischen Zahlenfriedhöfen mutieren. Dann entwickeln sie sich mehr und mehr zu reinen Platzhaltern und verlieren ihre Bedeutung in der positiv- stimulierenden Menschenführung völlig!

Das Gallup-Institut bringt es auf den Punkt

„61 Prozent der Beschäftigten in Deutschland verspüren, auf das Jahr 2012 bezogen, keine echte Verpflichtung ihrer Arbeit gegenüber, sind ‚unengagiert‘, 24 Prozent sogar ‚aktiv unengagiert‘, d.h. sie zeigen unerwünschtes Verhalten, das zu Lasten der Leistungs- und Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen geht“, so die Expertise von Gallup-Experten.

Suche nach Erklärungen

Gründe für solche Entwicklungen gibt es viele! Einer allerdings dominiert in der Praxis, obwohl er genau dort meist untergeht:

Die Führungskräfte sind keine Führungspersönlichkeiten, und sie beherrschen ihr „Handwerk“ nicht! Sie werden zu oft nicht wegen eines ausgeprägten Führungskompetenzprofils bestellt, nein: Ein smarter, angepasster, stromlinienförmiger Mitschwimmer in Sache und Strategie zu sein, macht es den Aufsichtsgremien leichter und scheint eindeutig zielführender, auch für die Führungskraft selbst! Nach oben ducken, nach unten mucken, das kann es aber nicht sein!

Tatsache: Riesige Ressourcenverschwendung

Es ist unglaublich, welches wirtschaftliche Potential durch derart schwache, unausgebildete Führungskräfte aktiv vernichtet wird. Experten schätzen das Volumen, so die oben zitierte Studie des renommierten Gallup-Institutes, auf deutlich mehr als 120 Milliarden Euro pro Jahr, allein in Deutschland!

Was ist zu tun?

Was kann der Unternehmer tun, um schwache Führungsleistungen zu kompensieren, eine zeitgerechte und zielrichtige Führung aufzubauen?

  • Zunächst ist die klare Selbstpositionierung, das Bekenntnis des eigenen Wollens in Richtung Führung wichtig!
  • Damit einher geht in der Regel ein gut ausgearbeitetes und damit trainierbares Leitkonzept, das seiner persönlichen Philosophie folgt.
  • Ein großes Potential besteht in der Aus- und Weiterbildung.
  • Wertvolle Anreicherung und Unterstützung liefern in- und externe Führungscoachings.

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden es Ihnen jedenfalls durch verbesserte Leistungen und eine höhere Identifikation mit Ihnen als Unternehmer und Ihrem Unternehmen zu danken wissen.

Freundliche Grüße aus Krefeld und weiterhin viel Erfolg bei der Umsetzung wünscht Ihnen

Theo van der Burgt

Bildnachweis: Elnur / stock.adobe.com

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