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Employee Happiness– 5 Tipps für zufriedene Mitarbeiter

Lesezeit: 3 Minuten In der Theorie klingt alles immer ganz einfach: Zufriedene Mitarbeiter leisten bessere Arbeit. Darüber hinaus bleiben sie dem Unternehmen länger erhalten. Damit ist gewährleistet, dass das mühsam aufgebaute Know-how nicht verlorengeht und sich die Fluktuation in Grenzen hält. Was hält die Firmenchefs also in der Praxis davon ab, für etwas Happiness unter den Mitarbeitern zu sorgen? Die Antwort darauf ist ganz einfach: Sie wissen nicht, welche Maßnahmen sie dafür ergreifen müssen. Diese Tipps können ihnen dabei auf die Sprünge helfen.

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Employee Happiness– 5 Tipps für zufriedene Mitarbeiter

Employee Happiness– 5 Tipps für zufriedene Mitarbeiter

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Tipp #1: Wertschätzung ist das oberste Gebot

Bevor über alle anderen Maßnahmen nachgedacht wird, die den Zufriedenheitsgrad der Mitarbeiter in einem Unternehmen erhöhen können, geht es zunächst einmal darum, sich über den grundsätzlichen Umgang mit seinem Personal Gedanken zu machen.

Firmenchefs und Abteilungsleiter sollten sich dabei die folgenden Fragen stellen:

  • Welche Kultur herrscht in unserem Unternehmen?
  • Welchen Umgangston pflegen wir miteinander?
  • Trägt die Atmosphäre dazu bei, dass die Mitarbeiter in der Früh gerne in die Arbeit kommen?
  • Wieviel Spielraum hat unser Personal für eigene Vorschläge?
  • Wird Engagement und Eigenverantwortung wahrgenommen und geschätzt?
  • Gibt es regelmäßige Feedbackgespräche, in denen die Angestellten über die Unternehmensentwicklung auf dem Laufenden gehalten und Probleme und Anliegen frühzeitig geklärt werden können?

Eine gute Unternehmenskultur lässt sich nicht über Nacht herstellen. Aber durch eine intensive Reflexion ist zumindest einmal ein erster Schritt gemacht, aus dem sich in weiterer Folge auch die entsprechenden Maßnahmen ableiten lassen.

Wer dauerhaft eine Veränderung herbeiführen möchte, muss sich im Klaren darüber sein, dass der Kulturwandel in der Regel in mehreren Schritten erfolgt. Zunächst ist eine Verstetigung der Veränderung erforderlich, damit sie zur Gewohnheit wird. In weiterer Folge wird durch diese Neuausrichtung des Handelns im Laufe von ein paar Wochen oder Monaten eine neue Unternehmenskultur.

Wichtig ist allerdings, irgendwann damit zu beginnen. Der beste Zeitpunkt dafür ist: Jetzt!

Tipp #2: Die passenden Extras für die Mitarbeiter finden

Früher war alles viel einfacher. Die Mitarbeiter haben für ihre Arbeit einfach eine angemessene Bezahlung bekommen. Doch die neuen Generationen auf dem Arbeitsmarkt ticken anders. Geld spielt nicht mehr so eine wichtige Rolle wie in früheren Zeiten. Dafür rücken vor allem die Benefits in den Mittelpunkt, die das Unternehmen anbietet.

Die Möglichkeiten dafür sind unendlich und reichen über den obligatorischen Kicker-Tisch im Pausenraum weit hinaus. Immer mehr Arbeitgeber entschließen sich beispielsweise dazu, ihren Mitarbeitern mit Hilfe von Bikeleasing ein günstiges Fahrrad zur Verfügung zu stellen. Dabei wird der monatliche Leasingbetrag einfach und bequem auf das Bruttogehalt angerechnet. Damit wird das Fahrrad wesentlich günstiger als bei einem Direktkauf.

Auch die Ernährungsgewohnheiten der Menschen haben sich in den letzten Jahren deutlich geändert. Deshalb lohnt sich auch hier ein innovativer Ansatz statt der üblichen Kantinen-Tristesse. Kostenlose Snack-Angebote sind leicht umsetzbar und steigern das Gefühl der Wertschätzung mehr als jede Keynote Speech eines Motivationsgurus.

Tipp #3: Flexibilisierung von Arbeitszeit und Arbeitsort

Jeder Mensch tickt anders. Morgenmenschen bringen ihre besten Leistungen schon vor dem Sonnenaufgang, während andere erst am Nachmittag oder gar am Abend in die Gänge kommen.

Ebenso verhält es sich mit der Umgebung. Einige können ohne das soziale Umfeld in den Büros nicht leben und brauchen den täglichen Klatsch und Tratsch so nötig wie Luft und Wasser. Introvertiertere Menschen sind hingegen froh, wenn sie einen oder zwei Tage lang eine Auszeit von den Kollegen nehmen können.

Je nach den Gegebenheiten des jeweiligen Geschäftsmodells sollte den Mitarbeitern deshalb freigestellt werden, wann und wo sie ihre Arbeit erledigen. Am Ende des Tages zählt nur eines: Das Ergebnis. Wie das zustande kommt, ist dabei im Grunde genommen völlig egal.

Wer den Mitarbeitern die Entscheidung über Ort und Zeit überlässt, gibt ihnen damit vor allem ein Gefühl von Freiheit. Schließlich gibt es genügend Möglichkeiten, um auch im Home-Office das Gemeinschaftsgefühl zu stärken.

Tipp #4: Die Weiterentwicklung unterstützen

Nur die wenigsten Menschen geben sich damit zufrieden, ihr Leben lang das Gleiche zu tun. Unsere Spezies wäre nicht so weit gekommen, wenn nicht jeder von uns einen Drang zur Weiterentwicklung in sich verankert hätte.

Im Unternehmenskontext bedeutet das, die Mitarbeiter in jenen Bereichen einzusetzen, in denen sie ihre Stärken einbringen und ihr volles Potenzial entfalten können. Das klingt in der Theorie sehr simpel. In der Praxis verlangt das jedoch eine genaue Beobachtungsgabe und vor allem viel Kommunikation.

Vorhandene Defizite auf dem Weg zum Erfolg können durch entsprechende Weiterbildungsmaßnahmen unterstützt werden. Im Gegensatz zu früher muss dafür in vielen Fällen nicht einmal mehr der Arbeitsplatz verlassen werden. Es gibt zahlreiche Tutorials und Online-Fortbildungen, mit denen entsprechendes Knowhow aufgebaut werden kann.

Die größte Wertschätzung besteht darin, den Mitarbeitern ausreichend Zeit für die Weiterbildung zur Verfügung zu stellen. Beispielsweise bei Google konnten die Angestellten früher 20 Prozent ihrer Arbeitszeit verwenden, um eigene Ideen und Projekte zu verwirklichen. Leider hat sich das Unternehmen von dieser Maßnahme aber wieder verabschiedet.

Tipp #5: Überforderung vermeiden

Der größte Killer für Employee Happiness ist Überforderung. Mitarbeiter, die den Eindruck haben, dass sie ihre Arbeit nicht mehr bewältigen können, sind unglücklich. Ihnen fehlen einfach die Erfolgserlebnisse im Job.

Durch die ständige zeitliche oder fachliche Herausforderung haben sie den Eindruck, den Anforderungen nicht gerecht werden zu können und zu schwach für den Job zu sein.

Gute Führungskräfte haben genau darauf ein Auge. Arbeitsspitzen sind zwar nie ganz zu vermeiden. Doch über einen längeren Zeitraum sollten die Mitarbeiter mit der Erledigung ihrer Aufgaben gut zurechtkommen. Überfordert sie die Arbeit, führt das langfristig zu einem Burnout, sind sie hingegen von den Tätigkeiten unterfordert, erleiden sie oftmals ein Boreout.

Darüber hinaus ist es wichtig, Erfolge auch zu feiern. Wir betrachten es heutzutage als Normalzustand, wenn die gesteckten Ziele im Job erreicht werden. Wie würde es wohl einem Sportler gehen, wenn er nach dem Gewinn eines Wettbewerbs nicht im Rahmen einer Siegerehrung entsprechend gefeiert werden würde? Nicht nur Spitzensportler haben dieses Bedürfnis, sondern wir alle streben nach Anerkennung.

Bildnachweis: contrastwerkstatt / stock.adobe.com

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