Businesstipps Personal

Eingliederungsmanagement auch nach Krankheit Pflicht

Lesezeit: 1 Minute Ein betriebliches Eingliederungsmanagement müssen Sie als Arbeitgeber nach §84 Abs. 2 SGB IX nicht nur für Schwerbehinderte durchführen, sondern für alle Mitarbeiter, die im Laufe eines Jahres mehr als sechs Wochen arbeitsunfähig krank waren. Im Klartext heißt das, dass Sie zusammen mit dem Mitarbeiter und seiner Interessenvertretung (Betriebsrat, Schwerbehindertenvertretung etc.) abklären müssen, was zur Überwindung der Arbeitsunfahigkeit nötig ist.

1 min Lesezeit

Eingliederungsmanagement auch nach Krankheit Pflicht

Lesezeit: 1 Minute
Vorbeugen und erhalten
Weiterhin gehört zum Eingliederungsmanagement die Vorbeugung gegen erneute Arbeitsunfähigkeit mit Leistungen und Hilfen sowie die Erhaltung des Arbeitsplatzes. Das Bundesarbeitsgericht (BAG) hat nun geklärt, dass das betriebliche Eingliederungsmanagement für alle Arbeitnehmer geleistet werden muss, die mehr als sechs Wochen im Jahr krank waren (BAG, 12.07.2007, 2 AZR 716/06). Der Fall wurde allerdings wieder an das LAG Hamm verwiesen, das eine weitere Sachverhaltsaufklärung durchführen muss.

Was noch aus dem Urteil hervorgeht:

Kündigen Sie einem Arbeitnehmer wegen Krankheit ohne ein Eingliederungsmanagement versucht zu haben, müssen Sie im Kündigungsschutzprozess beweisen, dass keine leidensfähige Beschäftigungsmöglichkeit für den Arbeitnehmer vorhanden ist. Haben Sie die Eingliederung versucht, müsste der Arbeitnehmer erläutern, welche Möglichkeiten zur Beschäftigung er sieht. Das Eingliederungsmanagement erleichtert Ihnen also in jedem Fall die Argumentation.

PS: Qualitätsmanagement ist uns wichtig!

Bitte teilen Sie uns mit, wie Ihnen unser Beitrag gefällt. Klicken Sie hierzu auf die unten abgebildeten Sternchen (5 Sternchen = sehr gut):

Bitte warten...

PPS: Ihnen hat der Beitrag besonders gut gefallen?

Unterstützen Sie unser Ratgeberportal: