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Einen befristeten Vertrag mit Sachgrund dürfen Sie verlängern

Lesezeit: < 1 Minute Befristeter Vertrag mit Sachgrund: Das war der Fall: Ein Mitarbeiter schloss am 19. Juni 2006 mit seinem Arbeitgeber einen mit Sachgrund befristeten Arbeitsvertrag. Darin wurde festgelegt, dass das Arbeitsverhältnis für sechs Monate zur Probe abgeschlossen wird und mit der Probezeit enden soll. Am 28. November 2006 entschlossen sich Mitarbeiter und Arbeitgeber dazu, den Probezeit-Arbeitsvertrag, wiederum befristet, um ein halbes Jahr zu verlängern. Er sollte also erst am 18. Juni 2007 enden.

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Dem Arbeitnehmer wurde dennoch früher gekündigt
Der Arbeitgeber kündigte dem Mitarbeiter dann aber doch früher und zwar am 31. März 2007. Der Mitarbeiter war mit der Kündigung nicht einverstanden. Danach machte er noch geltend, dass die Befristung vom 18. Juni 2007 unwirksam sei, weil nach § 14Abs. 2 Satz 1 HS . 2 Teilzeit- und Befristungsgesetz nur ein sachgrundlos befristeter Arbeitsvertrag verlängert werden kann, auf keinen Fall aber ein mit Sachgrund befristeter Vertrag.

So urteilte das Landesarbeitsgericht (LAG) Rheinland-Pfalz
Das LAG Rheinland-Pfalz gab dem Mitarbeiter dahingehend Recht, dass die Kündigung zum 31. März 2007 unwirksam war. Der Mitarbeiter musste bis zum 18. Juni 2907 weiterbeschäftigt werden. Allerdings gab es auch dem Arbeitgeber Recht: Der Arbeitsvertrag endete, wie im befristeten Arbeitsvertrag festgelegt, am 18. Juni 2007. Denn: Auch mit Sachgrund befristete Arbeitsverträge dürfen laut geltender Rechtsprechung verlängert werden (LAG Nürnberg, 19.3.08,4 Sa 673/07).

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