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Ein sofortiger Gesellschafterausschluss ist möglich

Ein sofortiger Gesellschafterausschluss kann erfolgen, wenn der Gesellschafter seine Pflichten verletzt und der GmbH dadurch Schaden zufügt. Damit die GmbH dann nicht noch durch einen Streit zwischen den Gesellschaftern zusätzlich belastet wird, ist in der Satzung meist ein Ausschlussrecht vorgesehen.

Ein sofortiger Gesellschafterausschluss ist möglich

Der Gesellschafterausschluss erfolgt dann durch einen Beschluss der Gesellschafter, und sein Anteil geht entweder an die GmbH oder die anderen Gesellschafter über. Der ausgeschlossene Gesellschafter erhält eine Abfindung. Und dort liegt oft ein Streitpunkt: Die Höhe der Abfindung kann den Streit auslösen, vor dem die Ausschlussklausel die GmbH eigentlich schützen sollte.

Daher sollte die Satzung einen sofortigen Gesellschafterausschluss, und nicht erst mit Zahlung der Abfindung, ermöglichen. Laut Bundesgerichtshof (BGH vom 08.12.2008, Az. II ZR 263/07) sind diese Regelungen zulässig.

Mögliche Gründe für einen Gesellschafterausschluss

  • Beteiligung an einem direkten Konkurrenzunternehmen
  • Denunziation eines Gesellschafters oder ehrverletzende Äußerungen
  • unzulässige Eingriffe in das Gesellschaftsverhältnis
  • dauernde schwere Erkrankung
  • finanzielle Unregelmäßigkeiten
  • kriminelle Handlungen
  • geschäftsschädigende Handlungen
  • Täuschung der GmbH bei Anteilserwerb, z.B. Vorspiegelung von Kenntnissen, die für den Anteilserwerb Voraussetzung sind
  • schwerwiegender Verstoß gegen die Treuepflicht
  • zerrüttetes Vertrauensverhältnis
  • Einklagen von Zahlungsansprüchen gegen die GmbH
  • unsittliches Verhalten gegenüber GmbH-Mitarbeiter/innen

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