Businesstipps Steuern & Buchführung

EDV-Buchführung: Betriebsprüfer können alle steuerrelevanten Daten verlangen

Erledigen Sie Ihre Buchführung selbst mit einer Buchführungssoftware, sollten Sie steuerrelevanten Daten immer separat von anderen Daten speichern. Bei einer Betriebsprüfung darf das Finanzamt nämlich Einblick in alle elektronischen Aufzeichnungen nehmen, die steuerrelevante Daten enthalten – selbst wenn in derselben Datei auch andere Daten sind. Das bestätigte das FG Rheinland-Pfalz (20.01.2005, Az: 4 K 2167/04).

EDV-Buchführung: Betriebsprüfer können alle steuerrelevanten Daten verlangen

Das Finanzamt hat 3 verschiedene Möglichkeiten, Daten aus Ihrer EDV-Buchhaltung einzusehen (§ 147 Abs. 6 AO):

  1. Ein Prüfer kann direkt Daten aus Ihrem EDV-System abrufen und prüfen (unmittelbarer Datenzugriff).
  2. Das Finanzamt kann verlangen, dass Sie Daten aus Ihrer Buchführung nach bestimmten Vorgaben auswerten oder auswerten lassen (mittelbarer Datenzugriff).
  3. Schließlich kann das Finanzamt verlangen, dass Sie elektronische Daten auf einem Datenspeicher (z.B. CD-ROM oder Diskette) für eine Auswertung im Finanzamt zur Verfügung stellen.

Tipp: Besprechen Sie mit Ihrem Steuerberater, ob Sie dem Finanzamt Steuerdaten von sich aus auf CD-ROM anbieten. So gehen Sie sicher, dass das Finanzamt wirklich nur die nötigen Steuerdaten bekommt und sich nicht noch weitere Daten verschafft. Denn daraus könnte das Finanzamt womöglich Rückschlüsse auf weitere Einkünfte ziehen.

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