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Drohung mit Krankheit: Kontern Sie mit einer fristlosen Kündigung

Lesezeit: < 1 Minute Ein Fall, der immer wieder vorkommt. Ein Mitarbeiter kündigt Ihnen eine Erkrankung an, wenn Sie ihm gewünschte Rechte nicht zubilligen oder gewähren. Oft geschieht dies, wenn Sie einem Urlaubswunsch aus dringenden betrieblichen Gründen nicht nachkommen können. Nach einer solchen Drohung können Sie mit einer fristlosen Kündigung reagieren.

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Drohung mit Krankheit: Kontern Sie mit einer fristlosen Kündigung

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Und reagieren sollten Sie. Schon damit andere Mitarbeiter nicht auf den selben Gedanken kommen. Das BAG hält in solche Fällen eine fristlose Kündigung für möglich (Urteil vom 05.11.1992, Aktenzeichen: 2 AZR 147/92).

Auch eine Abmahnung ist dann nicht mehr erforderlich. An 4 Dinge sollten Sie aber bei jeder fristlosen Kündigung denken:

  1. Sprechen Sie neben der fristlosen Kündigung immer hilfsweise auch eine fristgemäße Kündigung aus, für den Fall, dass das Gericht die fristlose Kündigung nicht akzeptiert.
  2. Erforderlich ist bei jeder fristlosen Kündigung immer eine Interessenabwägung im Einzelfall. Sie müssen also überlegen, ob es nicht ausnahmsweise besondere Gründe dafür gibt, die dafür sprechen, keine fristlose Kündigung auszusprechen. Das kann z.B. eine lange Betriebszugehörigkeit ohne Beanstandungen oder der Grund für den Urlaubswunsch sein. Hier kommt es auf den Einzelfall an
  3. Sprechen Sie die fristlose Kündigung immer innerhalb von 14 Tagen aus, nachdem Sie von dem Kündigungsgrund erfahren haben. In diesem Fall also nachdem ihr Mitarbeiter Ihnen die Erkrankung angedroht hat.
  4. Denken Sie immer daran, auch vor einer fristlosen Kündigung den Betriebsrat anzuhören (§ 102 BetrVG).

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