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Downshifting: Ein neuer Trend in der Arbeitswelt

Lesezeit: 2 Minuten Jede Menge Überstunden und Arbeit am Wochenende, ein hohes Einkommen, aber kaum Freizeit und wenig Lebensqualität: Das ist die Realität für viele Fach- und Führungskräfte. Doch viele Arbeitnehmer wollen dies nicht mehr. Sie suchen nach Möglichkeiten, ihre Arbeitszeit zu reduzieren und selbstbestimmter zu arbeiten. Downshifting: Ein neuer Trend in der Arbeitswelt.

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Downshifting: Ein neuer Trend in der Arbeitswelt

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Das Phänomen kommt aus den angelsächsischen Ländern und bedeutet zunächst nur, seine Arbeitszeit zu reduzieren. Doch Downshifting bedeutet mehr: Es ist eine Reaktion auf den hohen Leistungsdruck und auf das sprichwörtliche Hamsterrad im Beruf, dem viele Arbeitnehmer heute ausgesetzt sind. Downshifting ist ein Trend hin zu selbstbestimmter Arbeit.

Bereits 25 Prozent der Deutschen haben innerlich gekündigt

Wenn man auf die Umfrageergebnisse zur emotionalen Bindung von Arbeitnehmern an ihre Unternehmen blickt, kann man den Wunsch vieler Menschen nach Veränderung leicht nachvollziehen: Gemäß dem jährlich ermittelten Engagement-Index des Beratungsunternehmens Gallup zufolge machten rund 63 Prozent der Beschäftigten in Deutschland 2011 nur noch Dienst nach Vorschrift und 23 Prozent hatten bereits innerlich gekündigt. Lediglich 14 Prozent fühlten eine starke Bindung an ihren Arbeitgeber. Dabei geht der geringe Anteil der Letztgenannten den Beratern zufolge vor allem auf Defizite in der Personalführung zurück.

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Der typische Downshifter

Was sind das für Menschen, die umsetzen, wovon viele träumen? Der klassische Downshifter ist etwa Mitte 30 und hat bereits viel erreicht. Aber ständige Überstunden, Wochenendarbeit und der Zwang zur ständigen Erreichbarkeit lösen häufig den Wunsch in ihm aus, einen Gang herunterzuschalten.

Dabei kann der Auslöser eine Krise wie eine Krankheit, eine Sinnkrise, eine Trennung oder der Tod eines geliebten Menschen sein. Andere haben Schwierigkeiten, in ihrem Job dauerhaft ihre Bestimmung zu finden. Je älter man wird, desto deutlicher tritt die wahre Berufung eines Menschen hervor. Passt der bisherige Job nicht dazu, wehrt sich die Seele immer mehr dagegen.

Das Umfeld akzeptiert Downshifting nicht immer

Das Umfeld von Arbeitnehmern, die im Beruf erfolgreich einen Gang heruntergeschaltet haben, akzeptiert diesen Schritt nicht immer: Viele Menschen stecken selbst im Hamsterrad und schauen mit Neid auf diejenigen, die sich davon befreit haben. Das liegt vor allem an der in Deutschland vorherschenden, protestantischen Arbeitsethik. In den USA sind Rückschläge und Wechsel im Berufsleben stärker gesellschaftlich akzeptiert als bei uns.

Worauf man beim Downshifting achten sollte

Theoretisch kann jeder entweder im bisherigen Beruf weniger arbeiten oder einen Neuanfang wagen. Doch häufig scheitert das Downshifting am Geld. Wer bisher einen kostspieligen Lebensstandard gepflegt hat, tut sich oft schwer damit, zukünftig mit weniger Geld auszukommen. Deshalb ist es für diejenigen, die einen Gang herunterschalten wollen empfehlenswert, einen hohen Lebensstandard entsprechend abzuspecken. So kann ein teures Auto verkauft werden und Maßanzüge werden durch Kleidung von der Stange ersetzt. Leichter haben es vor allem diejenigen, die ein Downshifting aus einer Position der weitgehenden finanziellen Unabhängigkeit heraus beginnen.

Für Menschen mit Schulden ist Downshifting auf jeden Fall weniger empfehlenswert. Zahlreiche Beispiele zeigen, dass Menschen, die einst einen hohen Lebensstandard gepflegt haben, diesen nicht nachhaltig vermissen, wenn sie ihr Leben verändert haben und ihren ehemals gutbezahlten Job gegen eine Tätigkeit, die weitestgehend ihrer Berufung entspricht, eingetauscht haben. In diesem Fall raubt einem nicht der Job die Energie, sondern er gibt sie einem. Und an die Stelle von ehemals materiellen Werten rücken nun ideelle Werte.

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