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Discount-Wirtschaft: Discount stillt die Sehnsucht nach Einfachem

Lesezeit: < 1 Minute Strauss Innovation ist eine Erfolgsgeschichte. Das 1902 gegründete Mini-Kaufhaus verknüpft zwei Elemente: beschränktes Sortiment und Erlebnis beim Einkauf. Die Filialen sind 900 qm groß, bieten auf dieser Fläche nur 300 Artikel, eine Mischung aus Pasta, Porzellan und Pullover – also sowohl Nicht-Lebensmittel (Non-Food) als auch Lebensmittel.

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Discount-Wirtschaft: Discount stillt die Sehnsucht nach Einfachem

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Dass Strauss beim Konsumenten Erfolg hat, ist Zeichen des Discount-Lebensstils. Einfach, bequem und preisgünstig leben; diese Themen stehen auf der Agenda vieler Menschen ganz oben.

Ein Discounter wie Aldi etwa bietet den reizüberfluteten Konsumenten Übersicht und Heimatgefühl. Man kennt sich immer sofort aus – ganz gleich, welche Filiale der Verbraucher betritt. Eine der wesentlichen Leistungen der Discounter im Handel: Mit dem verdichteten Sortiment nehmen sie dem Verbraucher die Entscheidung ab – weniger Auswahl macht das Leben einfacher. Dass hier eine noch nicht gestillte Sehnsucht bei vielen Menschen besteht, zeigt der andauernde und wachsende Erfolg der Marke Simplify: Aus ursprünglich einem Buch ist mittlerweile eine ganze Buch-Familie geworden, die verschiedene Bedürfnisse nach Vereinfachung des Lebens abdeckt.

Wichtiger als Geiz ist ein anderes Bedürfnis: Discounter reduzieren Konsum auf den Kern – und bieten ein einfaches Leistungsbündel. Günstiger Preis ist eine Folge davon. Aber der Erfolg ist dadurch begründet, dass der Wunsch nach Bequemlichkeit (Convenience) bedient wird:

  • Flüge bei Germanwings lassen sich binnen Minuten im Internet buchen. Diesen Grad an funktionierender Convenience gab es zuvor nicht.
  • Handels-Discounter bieten ein reduziertes Sortiment. Nur 600 bis 1.000 Produkte – statt 18.000 wie in einem durchschnittlichen Rewe oder Tengelmann. Kunden wird geboten: schnell rein, schnell durch, schnell raus. Kunden der Tempo-Gesellschaft honorieren diese Zeitersparnis.
  • Kernkonsum ist das Analogon zur Kernkompetenz bei Unternehmen: Der Verbraucher will nur für das bezahlen, was er wirklich braucht – also keine Gimmicks, oder: no frills, wie es bei den Luftfahrtgesellschaften heißt (übers. etwa: kein Schnickschnack). Beim Discount-Bäcker packt der Kunde die Brötchen selbst in die Tüte, bei Ryanair gibt es keine Zeitungen und Getränke mehr, Discount-Autovermieter bieten nicht 25 verschiedenen Autotypen, sondern nur drei. Falls das Drumherum gewünscht ist, kann man sich das extra kaufen, so die verbreitete Haltung.

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