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Diese Formulierung in der Stellenausschreibung wird für Sie richtig teuer

Lesezeit: < 1 Minute Obwohl das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz bereits seit Jahren gilt, machen Arbeitgeber immer noch Fehler bei den Formulierungen einer Stellenausschreibung.

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Diese Formulierung in der Stellenausschreibung wird für Sie richtig teuer

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Jeder Hinweis auf eine Bevorzugung wegen des Alters, des Geschlechts und der anderen in § 1 AGG genannten Kriterien kann Sie bares Geld kosten. Das BAG hat eine verbreitete Formulierung in Stellenausschreibungen als Diskriminierung wegen des Alters angesehen (BAG, Urteil vom 11.08.2016 – BAG Aktenzeichen 8 AZR 406/14).

Eine unzulässige Formulierung in der Stellenausschreibung liegt schneller vor, als man manchmal denkt. Vorsichtig müssen Sie nicht nur mit direkten altersbezogenen Angaben wie zum Beispiel „Arbeitnehmer bis maximal 40 Jahre“, sondern auch mit indirekten Formulierungen („zur Mitarbeit in einem jungen Team“) sein.

In dem Fall des BAG ging es um eine Stellenausschreibung, wonach dem/der Bewerber/in eine Tätigkeit in einem professionellen Umfeld „mit einem jungen dynamischen Team“ angeboten wurde.

Ungünstige Beweislage für Sie als Arbeitgeber

Eine solche Formulierung bewirkt nach Ansicht der BAG-Richter eine unmittelbare Diskriminierung wegen des Alters. Dies ist ein Verstoß im Sinne von § 3 Abs. 1 Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz (AGG). Er lässt vermuten, dass ein älterer abgelehnter Bewerber wegen seines Alters nicht berücksichtigt wurde.

Sie müssen dann im Prozess Tatsachen vortragen und gegebenenfalls auch beweisen, aus denen sich eindeutig ergibt, dass ausschließlich andere als die in § 1 AGG genannten Kriterien zu einer Ablehnung der Bewerbung geführt haben.

Diese Kriterien sind unter anderem Alter, Geschlecht und Nationalität. Gelingt es Ihnen als Arbeitgeber dieser Beweis nicht, steht dem Bewerber eine Entschädigung zu.

Entkräften können Sie die Vermutung zum Beispiel dadurch, dass sie detailliert darlegen, warum das Anforderungsprofil und der berufliche Hintergrund des Bewerbers nicht zueinander. Auf jeden Fall liegt hier ein nicht zu unterschätzendes Risiko für Sie vor.

Fazit: Am besten streichen Sie Worte wie „jung“ „alt“ usw. aus Ihrem Wortschatz, wenn Sie Stellenanzeigen formulieren. Das gilt nicht nur für die Beschreibung des gesuchten Bewerbers, sondern auch für die Beschreibung des Arbeitsumfeldes.

Bildnachweis: © Maksym Yemelyanov/123rf.com

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