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Die Stahlindustrie ist nach hohen Überkapazitäten und großen Verlusten wieder oben auf

Lesezeit: < 1 Minute Die Stahlindustrie profitierte in den letzten Jahren vor allem von dem kräftig steigenden Stahlverbrauch in den globalen Wachstumsregionen. Die Ertragslage der deutschen Stahlindustrie kehrte 2003 mit einer Umsatzrendite von gut 3 % eindrucksvoll in die Gewinnzone zurück. Im Jahr 2005 sank die Ertragskraft der Stahlindustrie etwas. Dabei fiel der Anstieg der Lohnstückkosten um knapp 5 % kaum ins Gewicht (bei einem Anteil der Personalkosten an den Gesamtkosten von knapp 15 %).

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Die Stahlindustrie ist nach hohen Überkapazitäten und großen Verlusten wieder oben auf

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Die Stahlindustrie hatte Probleme
Drastisch verteuerte sich damals der Materialeinsatz (Anteil an den Gesamtkosten: 63 %). Gemessen am HWWA-Rohstoffpreisindex lagen die Weltmarktpreise für Eisenerz und Schrott um 38 % über ihrem Vorjahresniveau. Beachten Sie: Durch das extreme Anheben der Absatzpreise 2006 und 2007 befinden sich die Stahlhersteller weiter deutlich in der Gewinnzone.

Wettbewerbslage
In der Stahlindustrie ist ein gewaltiger Konzentrationsprozess im Gange. Jüngstes Beispiel ist die Fusion von Arcelor und Mittal zum größten Stahlkonzern der Welt. Dieser Drang zu neuen Dimensionen ist vor allem auf die schwache Stellung der Stahlhersteller gegenüber ihren Kunden und Lieferanten zurückzuführen. Sowohl die Abnehmer aus der Automobilindustrie als auch die Bergwerkskonzerne, die Eisenerz und Kohle liefern, sind bereits deutlich stärker konzentriert.

Dieser Marktmacht müssen die Stahlhersteller etwas entgegensetzen, damit sie ihre Preise hochhalten und die Rohstoffkosten drücken können. Gefragt sind damit große Unternehmen (Integratoren) mit dem Potenzial, aus zahlreichen kleinen Stahlproduzenten durch Fusionen neue, rund um die Welt operierende Einheiten zu formen.

So haben deutsche Hersteller eine starke Wettbewerbsposition im Ausland (Exportquote: 50 %), insbesondere bei Edelstahl, wo sie weltweit sogar führend sind. Infolge niedriger Lohnstückkosten haben osteuropäische Anbieter deutliche Preisvorteile bei einfachen Massenprodukten aus Stahl. Gleiches gilt für Unternehmen aus Fernost und Südamerika, die mit Standardprodukten zunehmend auf den Weltmarkt drängen.

Aussichten für die Stahlindustrie
Zu erwarten ist, dass viele Hersteller aus Industrieländern die Spezialisierung wählen, um anspruchsvolle Stahlprodukte mit zusätzlichen Dienstleistungen anzubieten. Im Zuge dieses Anpassungsprozesses wird es vor allem bei kleinen und mittleren Unternehmen zu einer weiteren Konsolidierung kommen.

Darüber hinaus ist es für die europäischen Stahlhersteller entscheidend, den Kostenabstand zu Billiglohnländern so gering wie möglich zu halten. Dazu muss die europäische Stahlindustrie pro Jahr weiterhin die bereits in der Vergangenheit erzielten Produktivitätsfortschritte in der Größenordnung von 2 bis 5 % anstreben.

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